Hotspot im Norden

SPD-Kandidatin Moldenhauer und Nägele stellen sich Bürger-Fragen

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Die SPD-Landtagsabgeordnete Luzia Moldenhauer und Wirtschaftsstaatssekretär Frank Nägele stellten sich in Syke den Fragen der Bürger.

Landkreis - Von Heiner Büntemeyer. Gut 60 Gäste waren am Mittwochabend ins „Gleis 1“ in Syke gekommen, um von der SPD-Landtagsabgeordneten Luzia Moldenhauer zu erfahren, wie sich Niedersachsen wirtschaftlich weiterentwickeln könnte, wenn die SPD im neuen Landtag wieder den Ministerpräsidenten stellen und sie den Landkreis Diepholz in Hannover vertreten sollte.

Rede und Antwort stand auch der Wirtschaftsstaatssekretär Frank Nägele, der sich als sehr fachkompetent erwies. Zunächst machte er einige allgemeine Angaben über die Wirtschaftsbereiche im Bundesland. „Niedersachsen ist mehr als VW“, erklärte er und rückte dann den „wirtschaftlich-technologischen Hotspot im Norden“, den Bereich Bremen und den diese Stadt umgebenden Speckgürtel, in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Hier habe sich im Stillen Labortechnik und Sondermaschinenbau der deutschen Spitzenklasse entwickelt.

Sanierung einiger Landstraßen geplant

Die Region habe auch einen Arbeitsplatzzuwachs im Dienstleistungsbereich aufzuweisen. „Aber nicht alle dabei geschaffenen Arbeitsplätze entsprechen unseren Vorstellungen“, schränkte er ein und bezog sich dabei insbesondere auf den Pflegebereich. Hier müssten verbesserte Standards gesetzt, eventuell sogar ein Personalschlüssel vorgegeben werden.

Das neu geschaffene Breitbandkompetenzzentrum des Landkreises bezeichnete Nägele als „bundesweit beispielgebend“, wobei er den Fokus auf den Glasfaseranschluss legte. „Das ist die Infrastruktur der Zukunft“, erklärte er. Es sei zu überlegen, dieses Projekt in den Bereich der Pflichtleistungen der Kommunen zu übertragen. Die B 6-Umgehung Syke sei zwar im Verkehrswegeplan enthalten, allerdings in der Kategorie „weiterer Bedarf“. Dieses Projekt sei noch Zukunftsmusik und werde zu gegebener Zeit zusammen mit den Bürgern vor Ort gestaltet.

Anschließend bezogen Nägele und Moldenhauer Stellung zu Fragen der Besucher. Dabei ging es um den barrierefreien Bahnhof Bramstedt, der natürlich auch barrierefrei erreichbar gemacht werden müsse. Im Straßenbau seien keine neuen, wohl aber Sanierungen von Landesstraßen geplant. Die Förderung des kommunalen Straßenbaus werde bestehen bleiben.

Förderung kleiner landwirtschaftlicher Betriebe

Im Bereich der Landwirtschaft sollten kleine und mittlere Betriebe im Sinne einer nachhaltigen ökologischen Bewirtschaftung gefördert werden.

Das Potenzial, das Niedersachsens Wälder bieten, werde auch künftig genutzt. Davon sind rund 90 Prozent des Waldes betroffen, während sich die übrigen zehn Prozent naturnah ungestört entwickeln können.

Den Existenzgründern im Landkreis sollte die Angst vor einem möglichen Scheitern genommen werden, indem ihnen von Beginn an anwaltliche und betriebswirtschaftliche Beratungen geboten werden und zur Absicherung von in Schieflage geratenen Jungunternehmen ein staatliches Beteiligungskapital zur Verfügung steht.

Als Aufgabe der nächsten vier Jahre bezeichneten Moldenhauer und Nägele bezahlbare Mieten, bezahlbaren Wohnraum und bezahlbare Grundstückspreise zu schaffen. Außerdem müssten Antworten auf die Frage gefunden werden, wie der Polizeiberuf und der Pflegeberufe attraktiver gemacht werden können.

Die Fragen nach der Wiedereröffnung der Bahnstrecke Bassum-Bünde, einem dreistreifigen Ausbau der B 51 und dem „Gülletourismus“ will Luzia Moldenhauer nach Rücksprache mit den zuständigen Stellen in Hannover beantworten.

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