Imkerei Schneider lädt zum Tag der offenen Tür

Spannende Einblicke in die Bienen-Kinderstube

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Imkerin Yvonne Schneider ermöglichte den Besuchern einen Blick in die Bienenstöcke. 

Immer mehr Menschen entdecken ihr Interesse an der Imkerei. Das Insektensterben hat viele für den Umgang mit Bienen sensibilisiert. Das bestätigte sich auch Sonntag wieder, als Yvonne und Frank Schneider zu einem Tag der offenen Tür in ihre Imkerei eingeladen hatten.

Steimke - Der Zeitpunkt war bewusst gewählt, denn in diesen Tagen wird die Frühtracht geschleudert. Neben zahlreichen Gläsern mit Honig aus dem vorigen Jahr standen auch schon zwei Gläser mit frischem Honig, deren dunklere Färbung die Imkerin ein wenig irritierte. Gewöhnlich ist die Frühtracht in unseren Regionen sehr hell, weil es sich um Rapshonig handelt.

Schneiders Bienen haben offenbar neben dem Raps auch noch andere leckere Blüten bestäubt und das freut die Imkerin ganz besonders. Sie hat, ebenso wie viele ihrer Nachbarn in Steimke, in den Gärten Obstbäume gepflanzt, und die wurden offensichtlich von den Bienen entdeckt.

Vor dem Schleudern werden die Waben „entdeckelt“. Dabei wird die schützende Wachsschicht entfernt, dann werden die Waben in eine Zentrifuge gestellt und geschleudert, bis aller Honig ausgelaufen und in großen Eimern aufgefangen ist. Bevor der Honig in die Gläser abgefüllt werden kann, muss er kräftig gerührt werden, damit er nicht kandiert und seine Streichfähigkeit erst wieder erlangt, wenn er erhitzt wird. Allerdings gehen dabei einige wertvolle Inhaltsstoffe verloren.

Yvonne Schneider lässt ihre Besucher auch in die Kinderstube der Bienen schauen, wo die Königin bis zu 2 000 Eier legt – pro Tag! Das so entstehende Sommervolk produziert pro Jahr zwischen 40 und 50 Kilogramm Honig. Dabei fällt die Sommertracht mit Lindenblüten meistens geringer aus, weil das Angebot in der Natur dann nicht mehr so reich ist. „Es gibt Regionen, in denen für Bienen ein Futternotstand herrscht“, berichtet Günter Schneider. Daher freuen sich alle Imker, dass immer mehr Blühstreifen angelegt werden. Katharina Vetter, die Vorsitzende des Imkervereins Syke musste im vorigen Jahr fünf Anträge auf Bezuschussung von Blühflächen bearbeiten. „In diesem Jahr habe ich schon mehr als 30 Anträge bearbeitet“, berichtet sie, während sie an dem Kochtopf sitzt, in dem das Wachs erhitzt und anschließend in einer Presse zu Mittelwänden für die Bienenbeuten gepresst wird.

Am Tag der offenen Tür werden Yvonne und Frank Schneider nicht nur von Katharina Vetter unterstützt, sondern auch von Günter Schneider, von dem Sohn und Schwiegertochter nicht nur das Imker-Gen sondern auch die 20 Bienenvölker geerbt haben. Ganz besonders freuen sie sich auch über die Unterstützung durch Nachbarn, die Torten, Kuchen und Getränke servieren und neben Honig auch allerlei Honigprodukte wie Met, Seife, Zahncreme und Bonbons verkaufen.

So bleibt den Gastgebern auch Zeit, um die Gäste durch ihr erstaunlich umfangreiches Imker-Museum zu führen. Wer am Sonntag keine Zeit hatte, an einer Führung teilzunehmen, kann sich nach vorheriger Absprache noch für eine weitere anmelden.

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