Spendensammlung für Frauen in Indien

Soziales Netzwerk für die Hose - Wolfgang Pietza und seine Facebuex

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Wolfgang Pietza mit seiner Facebuex.

Syke - Von Marc Lentvogt. Wolfgang Pietza trägt beim Betreten der Kreiszeitungs-Redaktion ein weißes Stoffstück in den Händen. Es entpuppt sich als eine Hose. Es ist aber nicht irgendeine Hose. Es ist die erste Facebuex. „Ich mache mich zum Affen für den guten Zweck.“

Zugegeben: Im ersten Moment wirkt das ziemlich zutreffend. Die Anwendungsmöglichkeiten für eine Hose mit den Gesichtern fremder Menschen darauf erscheinen verhältnismäßig eingeschränkt. Aber, das macht Pietzas Eingeständnis deutlich, es geht auch gar nicht darum ein neues Stück Haute Couture in die Modewelt einzuführen. Es geht um einen guten Zweck.

Wenn alle Foto-Plätze auf der Hose vergeben sind – etwa 130 sollten Platz finden – wird das gute Stück versteigert. Die Erlöse sollen dem Bau eines Frauenhauses in Indien sowie der Einrichtung von fünf Schulklassen zu Gute kommen. „Aktuell haben die Kinder dort acht Klassen, weitere fünf und sie könnten nach dem Verlassen der 13. an die Universität gehen“, erläutert der freie Journalist seine Motivation.

Hosen aus Bambus

Die Hosen werden aus Bambus angefertigt, der sich aufgrund des schnellen Wachstums sehr gut als nachhaltiger Rohstoff eigne. Mittelfristig soll ein baugleiches Modell von den Frauen im Frauenhaus genäht werden. Hilfe zur Selbsthilfe wolle Pietza geben.

Und woher stammen die Bilder? „Menschen aus aller Welt sollen mir Bilder schicken“, sagt der Initiator. Aktuell findet sich beispielsweise ein Inder darauf, den er in Japan getroffen hat. Und auch Syker Lions haben ihren Weg bereits auf das Stoffstück gefunden.

Idee der Facebuex weitertragen

Auf Facebook hat Pietza innerhalb weniger Wochen mehrere Hundert Freundschaften geschlossen. Tragen alle ein Bild bei, könnte es mehrere Hosen und damit auch mehr Spenden geben. Die Übergabe ist bereits geplant. Pietza wird Ende Januar 2019 nach Indien reisen. Bis dahin möchte er seine Idee noch in Berlin, Bremen und seiner Heimat, dem Ruhrgebiet, vorstellen. 

Die Traumvorstellung: „Wir treffen uns alle mit unseren Facebuexen und feiern ein friedliches Miteinander.“ – Im Wissen, dass mehr Kinder zur Schule gehen können und verstoßene Frauen einen Rückzugsort erhalten.

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