1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Diepholz
  4. Syke

Sozialausschuss Syke: Sachstände zu Flüchtlingen, Pro-Dem und Seniorenarbeit

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Fabian Pieper

Kommentare

Viel Hilfe erreichte das Rathaus.
Viel Hilfe erreichte das Rathaus. © Jaursch

Im Ausschuss für Soziales und Integration hat die Stadt Syke Sachstände zu ukrainischen Kriegsflüchtlingen, dem Pro-Dem-Projekt und der Seniorenarbeit dargelegt. Besonders der Krieg in der Ukraine hat in den vergangenen drei Monaten für viel Wirbel und viel Arbeit im Rathaus gesorgt – auch, weil die Hilfsbereitschaft der Syker so groß war.

Syke – Viel hat sich getan, seit der Syker Ausschuss für Soziales und Integration zuletzt Mitte Februar getagt hat. Denn mit Beginn des russischen Angriffskrieges hat sich der Stadt durch die Unterbringung der Kriegsflüchtlinge ein neues Aufgabenfeld aufgetan, über dessen Sachstand die Stadt dem Ausschuss am Mittwochabend Auskunft gegeben hat.

Heike Wilhelm, Fachbereichsleiterin Soziales, legte dem Gremium die aktuellen Zahlen vor: 281 Kriegsflüchtlinge haben sich demnach bei der Stadt offiziell angemeldet, „überwiegend Frauen und Kinder“, so Wilhelm; 250 Ukrainerinnen und Ukrainer würden davon derzeit noch in Syke wohnen. Die meisten davon seien in privaten Haushalten untergekommen.

Welle an Hilfsangeboten

Zu Beginn des Krieges sei die Stadt bei der Organisation von Hilfsangeboten an ihre Grenzen gestoßen, erklärte Wilhelm weiter. Über eine eigene Internetseite habe das Rathaus-Team Hilfsangebote aus den Bereichen Wohnraum, sprachliche Unterstützung und Begleitung sowie Spenden koordiniert. Doch gerade Letzteres sei „viel zu viel“ gewesen, „deshalb haben wir dann an Organisationen verwiesen, die das besser können als wir“, sagte Heike Wilhelm.

Schwierig sei auch die Situation in der Ausländerbehörde des Landkreises Diepholz gewesen, denn dort mussten die ankommenden Flüchtlinge einen Antrag nach dem Asylbewerberleistungsgesetz stellen, um Leistungen zu erhalten. „Die Behörde kam nicht hinterher“, verdeutlichte die Sozialamtsleiterin. Seit dem 1. Juni bestehe ein Anspruch auf Grundsicherung über das Arbeitsamt.

Wohnraum dringend gesucht

Der Ansturm ukrainischer Flüchtlinge habe laut Wilhelm zu teils langen Wartezeiten im Bürgerbüro geführt. Auf Nachfrage von Scherivan Göcmen (SPD), wie die Situation an den Schulen aussehe, antwortete Wilhelm, dass die Flüchtlinge von sich aus direkt an die Schulen herangetreten und auch über das Anmeldeprozedere für weiterführende Schulen informiert seien.

Zum Schluss dankte Heike Wilhelm all denen, „die sich in den letzten Monaten hilfsbereit gezeigt haben“ – und erklärte in diesem Zug, dass die Stadt weiterhin „händeringend“ nach Wohnraum suche.

Pro-Dem-Projekt und Seniorenarbeit

Einen Sachstandsbericht über das Pro-Dem-Projekt „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“ lieferte Lilja Helms, Teamleiterin bei Pro Dem. Demnach kümmerten sich derzeit acht gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und insgesamt 189 Ehrenamtliche, 30 davon aus Syke, beratend um die Belange von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen. Im Vorjahr habe es in Syke 1769 Beratungsgespräche gegeben sowie Angebote, um etwa Senioren durch virtuelle Kommunikation soziale Teilhabe zu ermöglichen.

Über die Seniorenarbeit berichtete Rolf Meyer (Seniorenbeirat). Im Sommer seien Veranstaltungen zur Hinterbliebenenrente (siehe Meldung links) sowie ein Spaziergang mit ukrainischen Flüchtlingen geplant. Die Arbeit gestalte sich aus Frühstücken, Tanz- und Fitnessveranstaltungen, Tagesfahrten und Gymnastik und soll durch Netzwerktreffen zum Thema Digitalisierung erweitert werden.

Auch interessant

Kommentare