Stadt legt Haushaltsentwurf für 2018 vor

Stadt Syke legt Haushaltsentwurf für 2018 vor

Syke - Von Michael Walter. Nach dem Haushalt ist vor dem Haushalt: Kaum hat der Rat der Stadt den Nachtrag für 2017 beschlossen (wir berichteten), da beginnen schon die Beratungen über den Haushalt für das kommende Jahr. Den Auftakt im Marathon durch die politischen Gremien absolvierte der Entwurf am Donnerstag auf der gemeinsamen Sitzung der Ortsräte Okel und Osterholz.

Mit einem Volumen von etwa 45,5 Millionen im Ergebnishaushalt und 42 Millionen im Finanzhaushalt hat Kämmerer Peter Pawlik den Entwurf etwas knapper als den Nachtragshaushalt für das laufende Jahr kalkuliert. Wie schon in den vorigen Jahren, weist der Haushaltsplan eine nicht unbeträchtliche Finanzierungslücke aus. Diesmal sind es knapp 800 .000 Euro, die aus den Rücklagen der Stadt gedeckt werden müssten.

Auch für die Folgejahre bis 2021 deuten sich derzeit Fehlbeträge von einer bis anderthalb Millionen jährlich an. Ein Grund dafür sind laut Pawlik die weiter steigenden Ausgaben im Kindergarten- und Krippenbereich.

Zu wenig laufende Erträge

Sorgen macht dem Kämmerer ein ganz anderer Punkt: Die Stadt erwirtschaftet zu wenig Einnahmen aus ihrer laufenden Verwaltungstätigkeit, um damit die bestehenden Kredite tilgen zu können. Es ist aber nicht erlaubt, alte Kredite zu bedienen, indem man neue aufnimmt. 2018 wäre die Differenz mit unter 100. 000 Euro noch relativ harmlos. Sie würde sich aber – Stand jetzt – bis 2021 auf gut eine halbe Million im Jahr steigern. Insgesamt müsste die Stadt bis 2021 rund 1,6 Millionen Euro aus ihren Rücklagen für diesen Zweck aufwenden. In den kommenden Jahren stünden aber eine Reihe größerer Investitionen an. Etwa für die Grundschulen in Barrien und Heiligenfelde sowie für die Sanierungen der Kläranlage und des Hallenbads in Syke. Auch in den Ausbau von Kindertagesstätten werde die Stadt weiter investieren müssen. Die Finanzierung werde größtenteils nur mit Krediten möglich sein. Folge: Höhere Tilgungsbeträge und eine Verschärfung des Problems.

Diverse Anträge unterschiedlicher Vereine und Einrichtungen auf Zuschüsse sind im Entwurf bisher noch nicht berücksichtigt. Etwa ein Antrag vom Syker Kulturstammtisch auf Bezuschussung der „Wandervollen Nacht“ im Juni mit 3.000 Euro oder des FC Gessel-Leerßen auf einen Zuschuss zur Erweiterung des Bewegungszentrums. Keine Mittel vorgesehen sind auch für den Förderverein des Modernen Orchesters. Der hatte knapp 1.000 Euro Zuschuss für eine Musikveranstaltung beantragt. Kein Geld gibt es für die vom Ortsrat Barrien beantragten Zuschüsse zur Sanierung des Parkplatzes bei TSV und Tennisclub.

Hingegen sieht der Haushaltsplan 70. 000 Euro für die Herstellung des Parkplatzes beim DGH Heiligenfelde vor.

Die Erkenntnis für Okel aus der Ortsratssitzung: Alle Haushaltsansätze, die das Dorf betreffen, „bleiben weitgehend unverändert“, so Ortsbürgermeister Jürgen Schmock. Er freut sich besonders, dass die Stadt weiterhin Geld für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt bereitstellt. Das ist eine Baumaßnahme des Landkreises, die bereits seit mehreren Jahren immer wieder verschoben worden ist. Die Stadt stellt etwa 600 000 Euro für die Erneuerung der Nebenanlagen (Gehwege, Beleuchtung, Kanal,...) bereit. Und der vom Ortsrat beantragte behindertengerechte Umbau der Toilette am Okeler Friedhof ist laut Schmock ebenfalls im Haushalt eingeplant.

Rubriklistenbild: © dpa

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