Sonntag neuntes Dorfduell zwischen Wachendorf und Heiligenfelde

Hinterher verträgt man sich

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Wer kriegt den Findling? – Friedrich Wohlers (links) will den Wanderpreis für das Dorfduell am liebsten mit nach Heiligenfelde nehmen, Erich Ehlers möchte ihn in Wachendorf behalten.

Wachendorf - Von Michael Walter. Es ist eine echte Männerfreundschaft zwischen Erich Ehlers und Friedrich Wohlers. Und Jahr für Jahr nehmen sie sich ein paar Tage lang gegenseitig kräftig auf den Arm: Immer dann, wenn das Dorfduell zwischen Wachendorf und Heiligenfelde bevorsteht.

Dann lassen die Chefs der beiden Schützenvereine keine Gelegenheit aus, den anderen durch den Kakao zu ziehen. Da ist dann jede Kleinigkeit willkommener Anlass für Spitzen und Seitenhiebe.

Wohlers (Heiligenfelde): „Habt ihr eine Möglichkeit, die Aufkleber bis Sonntag irgendwo zu verwahren?“ (Gemeint sind die Aufkleber mit den Vereinsnamen, die nach dem Duell den Sieger des Jahres auf dem Wanderpreis verkünden.)

Ehlers (Wachendorf): „Ja. Wir brauchen ja aber nur den einen.“

Wohlers: „Na, dann kann ich ‚Wachendorf‘ ja wieder wegschmeißen.“

Seit 2007 geht das so. Seit die beiden das Dorfduell erfunden haben. Am kommenden Sonntag steht das neunte bevor. Beginn: 15 Uhr. Und zum ersten Mal ist dabei die Schießanlage im Wachendorfer DGH das Forum dafür.

„Veranstalter sind zwar die beiden Schützenvereine. Das ist aber trotzdem keine Schützenveranstaltung“, betont Wohlers. „Es soll ja gerade jeder mitmachen dürfen, der in einem der beiden Orte lebt. Egal, ob er Mitglied ist oder nicht.“

Wer mitschießen will, trägt sich Sonntag kurzerhand in die Teilnehmerliste ein, und dann geht‘s los: Kleinkaliber, jeder zehn Schuss, ohne Probe. Die besten zehn Ergebnisse beider Ortschaften bilden die Mannschaftswertung.

Das ist buchstäblich spannend bis zum allerletzten Schuss. „Der kann alles nochmal verändern“, sagt Erich Ehlers. „Selbst wenn das nicht der beste Schütze ist. Er muss ja nur einen anderen aus den Top-Ten verdrängen.“ Letztes Jahr lagen beide Teams am Ende lediglich um einen einzigen Ring auseinander.

Insgesamt steht es übrigens unentschieden: Jedes Dorf hat das Duell bisher viermal gewonnen.

Ehlers und Wohlers möchten vor allem den Nicht-Schützen Mut machen: „Viele trauen sich nicht, weil sie glauben, sie schießen nicht gut genug. Aber es gibt durchaus verborgene Talente“, so Ehlers. „Außerdem kann man ja auch einfach so zum Kaffee trinken kommen“, ergänzt Wohlers.

Erfahrungsgemäß dürfte am Sonntag der Sieger des Duells so gegen 20 Uhr feststehen. Ehlers mit Blick auf Wohlers: „Hinterher verträgt man sich dann wieder.“

Wohlers nimmt diese Vorlage dankbar auf: „Wahrscheinlich wird dann gleich ein Termin vereinbart, wann die Wachendorfer den Stein zu uns nach Heiligenfelde bringen.“

Ehlers darauf zum Verfasser dieser Zeilen: „Das können‘se streichen!“

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