Sogar Gäste aus der Schweiz bei Schleppjagd in Syke-Ristedt

Der Meute nach – durch Wald und Flur

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Für die Meute gab es am Ende das Curée (Pansen) als Belohnung.

Syke-Ristedt - Von Dieter Niederheide. Schleppjagden gelten seit Jahrhunderten als ein gesellschaftliches Jagderlebnis der besonderer Art: Eine unblutige Jagd zu Pferde. Denn dabei wird eine Schleppe (Duftspur) von einem oder mehreren Reitern querfeldein gelegt.

Gastgeber Georg Kramer

So war es am Sonnabend bei der neunten Schleppjagd des Jagdherrn Georg Kramer (Reitverein Heiligenrode und Umgebung). Sie führte zwischen Warwer Sand und Hohem Berg in Ristedts landschaftlich reizvolle Umgebung. Jagdherr Georg Kramer hatte auf dem Hof Reineke die Gäste begrüßt und freute sich, dass sie aus dem ganzen Bundesgebiet sowie sogar aus Lausanne (Schweiz) mit ihren Pferden angereist waren.

Temperamentvoll, aber gut geführt stoben die etwa 25 Hunde der Cappenberger Meute der Jagdgesellschaft durch Wald und Flur voran. In stilechter Jagdkleidung – schwarzer oder roter Rock – folgten die rund 45 Gäste.

Dieses feine Bild der Jagdgesellschaft rundeten die „Rallye Trompers de la Bruyère“, ab. Das Ensemble trug zur Einstimmung beim Stelldichein auf dem Hof Reinecke das französische Jagdsignal „Le Point de Jour“ vor und ließ das Jagderlebnis am Hohen Berg unter dem Aussichtsturm mit dem „Halali“ ausklingen. Auch auf der etwa 18 Kilometer langen Strecke glänzte die Gruppe musikalisch mit ihren Instrumenten, den Trompe de Chasse.

Jäger-Romantik nach Noten: Zwei Bläser der „Rallye Trompes de la Bruyère zum Abschluss der Schleppjagd.

Jagdgastgeber Georg Kramer führte das springende Feld sicher durch die Waldstrecken und den Warwer Sand. Das nicht springende Jagdfeld führte Jagdherrin Elisabeth Kramer an. Aufgebaut hatten Mitglieder des Reitvereins und der Familie des Jagdherrn rund 36 Hindernisse, wobei es in der Warwer Sandkuhle nicht unbedingt einfach war. Die Hürden, so Georg Kramer, waren etwa 90 Zentimeter bis 1,10 Meter hoch und 1,10 Meter breit.

Georg Kramer bedauerte am Ende, dass Unbekannte über Nacht die Hürden manipuliert hatten. Das hätte Ross und Reiter gefährden können. Glücklicherweise kam es nicht zu Unfällen.

Für Zuschauer gab es die Möglichkeit, das Jagdereignis immer wieder zu beobachten. Auf mit Strohballen ausstaffierten Fahrzeugen, gezogen von Treckern, wurden die Zuschauer stets in die Nähe der Jagdgesellschaft gebracht und bewiesen mit Beifall sowie Rufen ihre Begeisterung für das Zusammenspiel von Meute, Pferden und Reitgesellschaft.

Mit dem „Halali-Sprung“ klang am Hohen Berg die Schleppjagd aus, für die unter anderem Heinrich Reinecke und Heinz Delicat die Schleppe – sprich die Duftspur – gelegt hatten. Für die Meute gab es unterwegs Wasserstellen und am Ende der Schleppjagd das Curée, die fressbare Belohnung aus Pansen.

Für alle Teilnehmer an der Schleppjagd gab es zum Ende am Hohen Berg den Jagdbruch aus Eichenblättern und ein Dankeschön des Jagdgastgebers. Jetzt freuen sich alle schon auf die zehnte Schleppjagd.

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