Tag der Energie der Avacon lockt die Massen an

Vom Siegeszug der Elektrizität

Avacon-Mitarbeiter Malte Windels zeigt seinen Gästen die Funktionsweise von Leitungsschutzschaltern in Transformatoren. Foto: Jantje Ehlers

Syke - Von Heiner Büntemeyer. Mit einem Tag der Energie erinnerte die Avacon daran, dass vor rund 100 Jahren die Elektrifizierung in der Region begann. Zwar brannten in Syke und Barrien schon 1904 in 68 Häusern die ersten Glühbirnen, aber die flächendeckende Stromversorgung begann tatsächlich erst in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg.

An diese „Steinzeit“ der Elektrizitätsversorgung erinnerten im Betriebsmuseum noch einige Exponate wie Bakelit-Drehschalter und Porzellan-Isolatoren. Vom Siegeszug der Elektrizität kündeten Küchengeräte, Stiefelwärmer, Trockenrasierer, Tauchsieder und Grammophone. Das alles interessierte die Besucher zwar auch, aber die meisten wollten sich auch über die Energieversorgung der Gegenwart und der Zukunft informieren – und das zuhauf.

Dennis Peitmann stellte den zahlreichen Besuchern einen Kabelmesswagen vor, der Fehlerquellen an den in der Erde verlegten Leitungen aufspürt. „Diese Wagen sind ständig unterwegs“, erklärte er, denn Baumwurzeln, Straßenverkehr oder Baumaßnahmen gefährden die Leitungen ständig. Daher gab er den Rat, vor Beginn von Baumaßnahmen Leitungsauskünfte über bereits verlegte Stromleitungen anzufordern, die kostenlos herausgegeben werden.

Das gelbe Licht der alten Straßenlaternen kam einigen Besuchern noch vertraut vor. Um so eindrucksvoller war der Vergleich mit moderner LED-Straßenbeleuchtung. Avacon-Mitarbeiter Ralf Langowski informierte über Fördermöglichkeiten und Stromeinsparungen, die zur schnelleren Amortisierung neuer Anlagen führen. An großen Schautafeln wurde dargestellt, wie Stromaustausch und Stromflüsse in Deutschland funktionieren und wie der weitere Netzausbau geplant ist.

In den Hallen stellten Partnerbetriebe alternative Lösungen vor. Dabei ging es um Brennstoffzellen, Fotovoltaikanlagen, Wärmepumpen und um smarte Lösungen im e-Home-Bereich.

Natürlich kombinierte die Avacon diesen Tag der offenen Tür auch mit einer Werbeaktion für künftige Auszubildende. Die ganz Kleinen hantierten an Lötkolben, während Jugendlichen wie Luuk Meyer aus Bassum einen Mini-Fahrstuhl bedienten, der mit speicherprogrammierbarer Steuerung funktionierte. Sein Vater Henning Meyer hatte bei der Avacon gelernt und erinnerte sich daran, dass sie als Azubis schon 1987 mit Fischer-Technik Förderbänder programmiert hatten.

Patrick Hagedorn stellte eine Greifarmsteuerung vor, die von Azubis für die Zwischenprüfung programmiert worden war, und vor der Halle stand der rote VW-“City-Stromer“, Baujahr 1991, den die Auszubildenden erfolgreich restauriert hatten.

Elektromobilität war stark nachgefragt. Nicht nur am „City-Stromer“ diskutierten Besucher über E-Autos. Der Verein Elektromobilität hatte ein e-Mobility-Treffen mit so vielen Teilnehmern organisiert, dass der Innenhof der Avacon für die Fahrzeuge nicht genügend Platz bot und die Präsentationen auf den gegenüberliegenden Parkplatz ausgeweitet werden musste.

Abgerundet wurde der Besuch durch das Moderne Orchester des TuS Syke, das bei geöffneten Fenstern aus ihren Proberäumen im Avacon-Gebäude die Besucher musikalisch unterhielt.

Hungrigen Gästen wurden Street-Food-Spezialitäten serviert, und die Delme-Werkstätten hatten mit ihrem Delcasy-Team eine Cafeteria eingerichtet.

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