Weiterhin für Familien da

Sie lassen sich nicht unterkriegen: Team „Rund um die Geburt“ bietet Onlinekurse und Podcast an

Sie sind für ihre Kursteilnehmer da – zwar nicht präsent, aber auf anderen Wegen: Nina Schütte-de Beek (vorne) und Annette Schmalz vom Team „Rund um die Geburt“.
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Sie sind für ihre Kursteilnehmer da – zwar nicht präsent, aber auf anderen Wegen: Nina Schütte-de Beek (vorne) und Annette Schmalz vom Team „Rund um die Geburt“.

Not macht erfinderisch. Das beweist auch „Rund um die Geburt“ in der Corona-Pandemie, denn mittlerweile gehören Onlinekurse und Podcast zum Angebot des Syker Teams.

  • Das „Rund um die Geburt“-Team aus Syke reagiert mit neuen Angeboten auf die Coronakrise.
  • Pekip-Kurse werden nun auch Online angeboten.
  • Für das Beckenbodentraining des „Rund um die Geburt“-Teams ist nun auch als Podcast erhältlich.

Syke – Einzelhändler mussten im Dezember wieder schließen, Restaurants dürfen keine Gäste in ihren Räumen empfangen, Fitnessstudios bleiben geschlossen. Corona wirbelt alles durcheinander. Die Arbeit des Teams „Rund um die Geburt“ hat sich ebenfalls verändert. Sie ist nicht mehr wie vorher, aber ihren Optimismus haben die fünf Frauen nicht verloren.

StadtSyke
Bevölkerung24.425
BürgermeisterinSuse Laue
Vorwahl04242

Nina Schütte-de Beek (Diplom-Sozialpädagogin, Diplom-Psychologin und Therapeutin) sieht ihre Kursteilnehmerinnen nur durch die Kamera ihres Laptops. Bis Oktober konnte sie ihre Pekip-Kurse (Prager-Eltern-Kind-Programm) noch in den Räumen des Syker Gesundheitszentrums anbieten und sich live mit den Müttern austauschen. Ab November haben sie und ihre vier Kolleginnen ihre Kurse wieder online angeboten. Davon lassen sie sich aber nicht unterkriegen. Sie sind weiterhin für die Familien da und sagen, dass dies auch online möglich sei.

Onlinekurse erstmalig während ersten Lockdowns

Während des ersten Lockdowns im Frühjahr musste Schütte-de Beek ihre Pekip-Kurse zum ersten Mal online anbieten. Sowohl in ihren Kursen als auch in denen der drei Hebammen und Beckenbodentrainerin Annette Schmalz stehe der Austausch mit den Kursteilnehmern im Fokus. Insbesondere während der Corona-Zeit sei das Bedürfnis, sich auszutauschen und Fragen zu stellen, gestiegen, hat Schütte-de Beek beobachtet. „Das fehlt ihnen ganz massiv. Im ersten Lockdown durfte man ja gar nichts.“

Als sie erfuhr, dass sie keine Präsenzkurse mehr anbieten durfte, habe sie schnell auf online umgestellt. Ab Juni waren persönliche Kurse dann wieder möglich – mit Hygienekonzept und kleinen Gruppen von maximal sechs Müttern.

Dass Präsenzkurse etwas ganz anderes seien, stehe außer Frage. Die Frauen fänden es viel direkter und schöner. „Ich bekomme weniger Informationen einer Person, als wenn ich sie persönlich sehe“, so Schütte-de Beek. „Ich bekomme zwar einen Eindruck, aber es ist anders.“ Sie betont jedoch auch: „Aber es geht.“ Der Austausch funktioniere – auch online. Sie sieht einen Vorteil für die Mütter: „Sie können dabei gemütlich vor dem Sofa sitzen.“ Schütte-de Beek bietet ihre Kurse wöchentlich jeweils für anderthalb Stunden an. Dafür schnappt sie sich einen Laptop und schaltet sich über die Plattform Zoom in den Kurs. Das macht sie vom gewohnten Kursraum aus.

Kursteilnehmerin sieht Vor- und Nachteile in Online-Kursen

Eine ihre Kurssteilnehmerinnen, Svenja Ottensmeier, sieht den größten Nachteil an den Online-Kursen darin, dass sie ihre Gruppe nicht live sieht. „Das Gesprächspotenzial leidet darunter, weil immer nur einer reden kann.“ Zudem entstehe nicht so eine feste Gruppenzugehörigkeit. „Man trifft sich natürlich auch mal außerhalb des Kurses. Das findet jetzt ja alles nicht statt.“

Als Vorteil nennt sie aber, dass das Geschwisterkind gleichzeitig zuhause betreut werden könne. Die Pekip-Kurse funktionieren aus ihrer Sicht gut – auch technisch. „Das ersetzt natürlich nicht das Live-Treffen, aber es ist eine gute Alternative und besser, als wenn sie gar nicht stattfinden können.“ Weiter sagt sie: „Alles, was grundlegend wichtig ist für den Pekip-Kurs, kann Nina gut vermitteln.“ Und was wäre das? „Es geht um Bewegungsförderung für Kinder im ersten Lebensjahr. Das ist quasi der Grundbaustein.“ Es gehe darum, wie sich Kinder im ersten Lebensjahr geistig und körperlich entwickeln. Sie betont: „Corona sollte niemanden abschrecken, solche Kurse zu besuchen.“

Beckenbodentraining als Podcast

Annette Schmalz kann ihre Beckenbodentrainings ebenfalls nicht live anbieten. Aber: „Ich habe mir überlegt, wie ich ich die Kursteilnehmer mit Übungen versorgen kann.“ Und zwar mit einem Podcast. „Ich spreche die Anleitungen und schicke sie als MP4-Form weg“, erklärt sie. Werktags erhalten die Teilnehmer 15 Minuten lange Übungen mit Anleitungen. „Der Podcast wird für einen Monat gebucht“, erklärt sie.

Per Whatsapp oder E-Mail verschickt Schmalz die Sprachdatei. „Manchmal mache ich auch Bilder dazu.“ Die Teilnehmer können auf diese Weise ihrem Körper etwas Gutes tun. Bei dem Podcast fehle natürlich der Austausch, aber er werde trotz allem gut angenommen. Im Januar bietet Schütte- de Beek auch einen neuen Pekip-Kurs an. „Für die Frischlinge aus November und Dezember.“ Weitere Informationen sind unter rundumdiegeburt-syke.de zu finden.

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