„Sie haben einen Männerschnupfen!“: Mehr als 200 Zuschauer bei Open-Air-Sketchnachmittag des Theater-Ensembles Syke

Wolfsschlucht – 15 Uhr: Die Pointe sitzt

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Gut gelaunte Zuschauer, gut aufgelegte Schauspieler: Mit ihrem Sketch-Nachmittag landete das Theater-Ensemble Syke in der Wolfsschlucht wieder einen Erfolg.

Von Frank Jaursch. Die bangen Blicke zum Regenradar dürfte die Organisatoren des Sketch-Nachmittags in der Wolfsschlucht durch den Sonntagvormittag begleitet haben: Eine Regenfront näherte sich aus Richtung Westen – und drohte pünktlich zum Beginn der Open-Air-Veranstaltung um 15 Uhr in Syke einzutreffen.

Doch die Optimisten behielten Recht: Am Nachmittag fanden sich sogar blaue Lücken in der Wolkendecke. Auch die dritte Ausgabe mit Sketchen des Theater-Ensemble Syke ging also trocken über die Naturbühne. Die mehr als 200 Besucher blieben von Wasser von oben verschont.

Für fünf der sechs Schauspieler galt das übrigens auch: Dass Detlev Petersen, Motor des Ensembles, den Nachmittag mit nassen Haaren beschloss, war lediglich einer Pointe zum Abschluss eines Sketches geschuldet.

In den vergangenen beiden Jahren hatte sich die Truppe thematisch in engerem Rahmen bewegt: 2013 war es ein Mix aus platt- und hochdeutschen Szenen, im vergangenen Jahr die Aufführung von Loriot-Sketchen.

Diesmal bediente sich das Ensemble aus der gesamten Bandbreite der Sketch-Geschichte: Von jahrzehntealten Dieter-Hallervorden-Gags über kleine Internet-Juwelen bis hin zu den kurzen Witzen, die es aus dem Fernsehen über Whatsapp- und Facebook-Gruppen in die Köpfe vieler Menschen geschafft haben („Sie haben einen Männerschnupfen!“).

Gut ein Dutzend Sketche trugen Petersen und seine Mitstreiter dem gut gelaunten Publikum vor. Das Prinzip dahinter war fast immer das gleiche: Wenn ein seltsamer Mensch in eine scheinbar normale Welt eintaucht – und alles durcheinander bringt.

Wie etwa der Kunde auf dem Wochenmarkt, der dem Obstverkäufer eine „fast neue“ Bananenschale zurückbringt – mit dem Wunsch, sie wieder zu befüllen. Oder wie die Mutter, die ihrem schüchternen Sohn den Posten als knallharter Manager im großen Konzern verschaffen will.

Das Prinzip funktionierte auch in der Wolfsschlucht – aus drei Gründen: Zum Einen zeigten sich die Gäste sehr begeisterungsfähig, sparten nicht mit Gelächter und Applaus, zum Zweiten bewies die Gruppe ein gutes Händchen bei der Auswahl der Sketche.

Und drittens zeigte sich wieder, dass Detlev Petersen mit Heike und Bastian Dänekas, Silke Bollhorst, Eva Lepand und Tom Renken schon eine ziemlich gute Crew zusammenbekommen hat. Tempo und Timing stimmten, die Pointen „saßen“.

Wer die Vorbild-Sketche kannte, bemerkte schnell, wie eng sich das Ensemble am Original bewegte. Es ist harte Arbeit, das so leicht aussehen zu lassen. Und all das für eine einzige Aufführung! „Das kann man gar nicht hoch genug schätzen“, lobte Kathrin Wilken, Sykes Kulturbeauftragte, das Tes-Engagement. Und die Akteure, verriet Wilken, hätten schon „tausend Ideen, was man noch alles machen könnte“. Auf ein Neues – 2016 in der Wolfsschlucht!?

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