Seit 25 Jahren Vorstand der Kreissparkasse Syke / „Ich mach‘ gerne weiter“

Günnemann: „Ein bisschen Gas geben muss man schon“

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Mediengruppe Kreiszeitung

Syke - Von Hans Willms. Günter Günnemann weiß, was er will. Und er weiß auch, wie es geht. Heute vor 25 Jahren stieg er in den Vorstand der Kreissparkasse Syke auf. Und wenn‘s nach ihm geht, macht er auch noch die 30 Jahre voll. Der Fünf-Jahres-Vertrag läuft zwar im nächsten Jahr aus, aber, so Günnemann: „Ich mach‘ gerne weiter.“

Allein die nackten Zahlen der Kreissparkasse Syke zeigen, dass Günnemann vieles richtig gemacht hat in seinem Job. Mit aktuell rund 2,8 Milliarden Euro hat sich die Bilanzsumme des Hauses in den vergangenen 25 Jahren mehr als verdoppelt. „Wir gehören zweifelsohne mit zu den erfolgreichsten Sparkassen Niedersachsens“, sagt Günnemann, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass der Erfolg viele Väter hat. Immerhin rund 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 29 Geschäftsstellen sorgen dafür, dass die Kreissparkasse weiter auf Kurs bleibt.

„Ein bisschen Gas geben muss man schon“, sagt der ambitionierte Tennisspieler des TV Syke – nicht nur auf dem Tennisplatz, sondern auch im Beruf. Dass die Arbeit nicht leichter wird, hat mehrere Gründe. Auf der einen Seite sind es die stetig steigenen Auflagen der Bankenaufsicht, immer mehr Regularien und eine Flut an Formalitäten, die da auf die Kreditinstitute niederprasseln, auf der anderen Seite die extreme Niedrigzinsphase, die den Banken und Sparkassen das Leben schwerer macht.

„Diese Phase zu bewältigen, das ist derzeit sicherlich unsere größte Herausforderung“, sagt Günnemann. Ohne Zweifel werde auch die Ertragslage der Kreissparkasse Syke unter Druck geraten. „In den nächsten fünf Jahren werden wir deutlich weniger verdienen als in früheren Jahren. Das ist nicht schön, aber meines Erachtens ist die Situation dennoch beherrschbar“, spricht Günnemann Klartext.

Während andere Häuser vor diesem Hintergrund beginnen, ihr Filialnetz auszudünnen und besonders kleine Zweigstellen aufzugeben, hält der örtliche Sparkassen-Vorstand an seinen Außenstellen fest: „Mittelfristig, also in den nächsten Jahren, stehen bei uns keine Filialschließungen an.“

Trotz der großen Herausforderungen für die gesamte Branche blickt der 59-Jährige optimistisch nach vorn. „Sicherlich gibt es Tage, an denen das Geschäft nicht ganz so viel Spaß macht, aber gerade dann ist es wichtig, sich eine gewisse Fröhlichkeit zu bewahren.“ Wenn es sein muss, dann versucht Günnemann allerdings auch schon einmal, mit dem Kopf direkt durch die Wand zu rennen. Eine gewisse Dickköpfigkeit könne er eben zuweilen nicht verbergen, räumt der Jubilar selbstkritisch ein. Sein Sternzeichen: Widder. Günnemann: „Meine Frau Annegret meint manchmal, das merke man auch.“

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