Schwimmtraining bei der SG Syke/Barrien / Anja Maaß ist für 300 Sportler zuständig

Jeden Tag ein bisschen besser

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Anja Maaß gibt Pascal kurz vor dem Start letzte Tipps.

Syke - Von Juraj Sivulka. Wenn Anja Maaß mittwochs um 17.30 Uhr im Syker Hallenbad erscheint, dauert es nur wenige Sekunden, bis sie von einer Schar junger Talente umschwärmt wird. Etwa 20 Sportler im Alter von 10 bis 19 Jahren warten schon ungeduldig auf die ersten Anweisungen der Trainerin.

Während die jüngeren Jahrgänge nach dem Einschwimmen das Gleiten im Wasser mit Unterstützung von Flossen üben, sollen die erfahreneren Schwimmer mit Technik-Übungen ihr „Wassergefühl“ verbessern. Wenn nötig, folgen kurze und präzise individuelle Korrekturen, und es ist schon erstaunlich, wie die Leiterin ihre Gruppe im Griff hat. Das bestätigt auch Anna-Carina (13), die seit acht Jahren für die SG Syke/Barrien an den Start geht: „Anja macht das sehr gut. Sie achtet auf die Kleinen, teilt sich aber auf beide Gruppen auf.“

Um auf zwei Bahnen gleichzeitig 20 Sportler zu betreuen, bedarf es einer Menge Erfahrung. Und die bringt die Trainerin mit. Die B-Lizenz-Inhaberin ist Schwimmwartin und stellvertretende Spartenleiterin der SG Syke/Barrien sowie Jugendwartin des Kreisschwimmverbandes Diepholz/Nienburg. Unter ihrer Leitung widmen sich mehr als 300 Sportler in Syke und Barrien dem Schwimmen.

Anja Maaß kennt die Probleme, mit denen viele Schwimmvereine landesweit zu kämpfen haben, aus erster Hand. Und die aktuelle Situation in Syke sieht auch nicht rosig aus: „Sollte das Hallenbad in Barrien schließen, wäre das für uns eine Katastrophe. Schon jetzt können wir vielen Kleinkindern keine Schwimmzeiten anbieten. Was dann passieren würde, daran will ich lieber nicht denken.“

Inzwischen üben beide Gruppen Schmetterling. Diese Schwimmtechnik ist zwar sehr anspruchsvoll, doch die elfjährigen Lia und Eva-Sophie kommen damit sehr gut klar. „Unsere Trainerin hat uns die Technik sehr gut beigebracht und wir freuen uns, wenn wir unsere Leistungen verbessern und Medaillen gewinnen“, sind sich beide einig.

Kein Wunder, dass die Schwimmer auch das anspruchsvolle Lagenwechseltraining mit Begeisterung absolvieren. Denn sie haben längst erkannt: Wer im Wettkampf seine Wende technisch nicht korrekt durchführt, wird disqualifiziert.

Doch es sind nicht die Fehler, sondern die Erfolge, die die SG Syke/Barrien für sich sprechen lassen. Janna (14) und Ole (20) haben schon mehrmals vordere Platzierungen bei den Landesmeisterschaften errungen, Bjarne (15) ist amtierender Vize-Landesmeister im Mehrkampf, und selbst die U 11-Staffel mit Lia, Eva-Sophie, Jasmin und Mira belegte bei ihrem ersten Start bei den Bezirksmeisterschaften in Hannover auf Anhieb Platz sechs.

Am Ende der anderthalbstündigen Trainingszeit ist manchem Schwimmer die Belastung anzusehen. Doch jetzt folgt der emotionale Höhepunkt der Trainingseinheit. Die Schwimmer werden in ein direktes Staffelduell mit zusätzlichen technischen Elementen wie Drehung oder Rolle vorwärts geschickt. Da wird beherzt bis zum Schluss gekämpft.

Trotz aller Anstrengung hat den Athleten das Training wieder Spaß gemacht. Es ist eine echte Herausforderung für sie, die Aufgaben zu meistern und, wie es der 14-jährige Pascal zum Ausdruck bringt, „sich immer wieder zu verbessern.“

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