Rat beschließt weitreichende Änderungen

Syker Schullandschaft vor Umbruch

Syke - Von Michael Walter. Mit großer Mehrheit hat der Rat der Stadt Syke am Donnerstagabend die Weichen für eine weitreichende Umgestaltung der Syker Schullandschaft gestellt. Zunächst erklärte er sein Einverständnis mit dem Antrag der Grundschule am Lindhof auf Umwandlung von einer teilverpflichtenden in eine offene – also freiwillige – Ganztagsschule.

Im Anschluss entschied er für die Umwandlung der GTS 2001 in eine Oberschule sowie die Angliederung eines ein- bis zweizügigen Grundschulzweigs dort. Beides nach intensiver Diskussion, bei der es jedoch keine neuen Argumente gab im Vergleich zur Schulausschuss-Sitzung in der Woche zuvor.

Claus Bruhm (SPD) unterstrich die Haltung seiner Fraktion zum Grundschul-Thema: Teilgebunden sei das bessere Konzept. Die SPD werde trotzdem den Antrag der Schule unterstützen, weil die Eltern es so wünschten.

Weit weniger schwer tat sich die CDU damit: Man sei ja immer schon eher für eine offene Ganztagsschule gewesen, erklärte der Fraktionsvorsitzende Wilken Hartje. Für die Gruppe Grüne/Linke sagte Heinz-Jürgen Michel, ganz viele Probleme, mit denen die Schulleitung den Antrag auf Umwandlung begründet, seien bereits „in der Lösung begriffen“. Seine Gruppe würde sich wünschen, „es weiter auszuprobieren“. Daher stimmte die Gruppe gegen die Umwandlung. Anders die FWG: „Wenn man zu der Erkenntnis gelangt, das bestehende Konzept greift nicht, muss man zu Änderungen kommen“, sagte Andreas Schmidt.

Räumliche Entlastung für den Lindhof erhofft

Eine spürbare räumliche Entlastung für den Lindhof versprechen sich Stadt und Politik von der Einrichtung einer weiteren Grundschule an der GTS 2001. Bereits im nächsten Sommer soll sie den Betrieb aufnehmen und einen ersten Jahrgang einschulen. Darüber hinaus werden bestehende Klassenverbände aus den Jahrgängen zwei bis vier der Grundschule am Lindhof mitsamt Klassenlehrern dorthin umgesiedelt.

Gespräche mit der Landesschulbehörde habe es darüber bereits gegeben. Die Details werden in den nächsten Monaten ausgearbeitet, so Bürgermeisterin Suse Laue. Auch die künftigen Einzugsbezirke müssten noch festgelegt werden.

Man wisse im Rathaus sehr wohl, dass dies zu Unsicherheiten seitens Eltern und Personal am Lindhof führe, erklärte Laue. Sie betonte allerdings auch: Die Stadt entscheide, wie sie die Schulen in ihrer Trägerschaft gestalte, nicht Eltern oder Personalrat.

Inhaltliche Diskussionen gab es nur noch einmal um die zukünftige Form der jetzigen GTS 2001. Jutta Filikowski (Grüne) brachte noch einmal das Thema Integrierte Gesamtschule aufs Tapet. Eine Oberschule sei nur eine Hauptschule mit anderem Namen, eine IGS dagegen das bessere, weil durchlässigere Konzept. Sie bezweifelte, dass es ausgeschlossen sei, die für eine IGS benötigten Schülerzahlen zu erreichen. Der Rest des Rats folgte dieser Auffassung nicht und entschied für die Umwandlung in eine Oberschule – auch aus Zeitgründen. Die Umwandlung soll zum nächsten Schuljahr vollzogen sein.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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