Investitionen im gesamten Stadtgebiet

Schulen erhalten Geld für Technik

Syke - Von Marc Lentvogt. In einer hektisch verlaufenen Schulausschusssitzung geriet es am Mittwoch (wir berichteten) zur Nebensache, aber: Der Haushaltsplan 2018 sieht an vielen Schulen unter städtischer Trägerschaft teils hohe Investitionen vor.

200.000 beziehungsweise 250.000 Euro sollen den Grundschulen Heiligenfelde und Barrien zur Verfügung gestellt werden. Diese Summen fließen primär an externe Unternehmen, die die Entwicklung der Schulen hin zu einem stabilen Betrieb mit Potenzial zur Ganztagesbetreuung, einleiten sollen.

Die Entscheidung zu diesen Maßnahmen fußt auf zwei Standbeinen: 1. Einer Elternbefragung, die den Wunsch nach Ganztagsbetreuung ergab und 2. der Analyse der aktuellen und erwarteten Geburtenzahlen. Letztere bringen die Syker Grundschulen zunehmend in Raumnot. Die Analyse der Daten des Einwohnermeldeamtes lasse keine Zweifel daran, erklärte Schulamtsleiterin Claudia Prößler den Anwesenden, dass dies auch in Zukunft so bleiben werde.

„Container in Barrien müssen ersetzt werden“

In Anbetracht häufiger Klagen über eine überlastete Verwaltung schlug Reinhard Hansemann (FDP) vor, die Investitionen für die Grundschule Barrien auf das Jahr 2019 zu verschieben. Damit könnten die GTS 2001 und die Grundschule Heiligenfelde ertüchtigt werden. Der Widespruch Peter Jahnkes (SPD) ließ nicht lange auf sich warten. Da es sich nur um Planungskosten handele, leidet die Stadtverwaltung keinesfalls unter den Planungen. „Außerdem müssen die Container in Barrien irgendwann ersetzt werden. Ich verstehe nicht, warum wir immer vom Verschieben sprechen.“ Da kein Antrag zum Sachverhalt gestellt wurde, blieb es bei dieser kurzen Diskussion.

Die Grundschule am Lindhof ist, bei einer Auslegung auf vierzügigen Betrieb, im Schuljahr 2017/18 durchgängig fünfzügig. Daraus resultierend, musste der Computerraum in ein Klassenzimmer umgewandelt werden. Eine aktuelle Fünf-Jahres-Prognose der Geburtenzahlen lässt durchgehende Fünfzügigkeit bis 2023 erwarten. Im C-Trakt der Realschule steht seit Schuljahresbeginn prinzipiell ein weiterer Raum für die Grundschüler zur Verfügung, aufgrund der nur schwierig umzusetzenden Aufsichtspflicht könne das Angebot aber noch nicht genutzt werden, so Prößler weiter. Investiert werden im kommenden Jahr 15 000 Euro in eine neue Musikanlage, Laptops und Sportmatten.

Realschul-Werkraum sanierungsbedürftig

Rund 80 000 Euro sind derzeit für die Sanierung des Werk- und Technikraumes in der Realschule vorgesehen. Die Sicherheit im Brandfall sei dort nicht mehr gegeben.

Aufgrund hoher Anmeldezahlen am Gymnasium ist die Realschule derzeit nur dreizügig, dennoch herrscht auch im Schulzentrum an der La-Chartre-Straße Platznot. Der vom Landkreis geplante Anbau an das Gymnasium würde die benötigte Abhilfe schaffen.

Auch an der GTS 2001 soll investiert werden: Die Ausstattung eines Chemie-Raums soll mit 17 500 Euro aufgewertet werden.

Dem Vorschlag zur Haushaltssatzung 2018 wurde im Schulausschuss mit neun Ja-Stimmen zu drei Enthaltungen entsprochen.

Dazu ein Kommentar von Marc Lentvogt: 

"Nachfragen unerwünscht

Marc Lentvogt

Schülerzahlen und Haushaltsplan standen auf der Tagesordnung des Schulausschusses. Am Ende ging es vor allem um den Ausschuss und seinen Umgang mit den Bürgern. Es gibt Fragen, auf die kennt niemand eine Antwort. Wenn der Gefragte den Mut hat, das zu kommunizieren, ist das unproblematisch. Diesen Mut hat der Schulausschuss nicht bewiesen. Mehrfach verwies Vorsitzender Claus-Dieter Bruhm darauf, dass sich Fragen im Verlauf der Sitzung klären würden – dies ist nicht geschehen. Stattdessen wurden besorgte Eltern insbesondere von Peter Jahnke in unangemessener Vehemenz in die Schranken gewiesen.

Etwas Einfühlungsvermögen darf von den gewählten Volksvertretern wohl erwartet werden, selbst wenn einige Einwohner ihre Fragen eher ausufernd stellten. Wird eine Frage von drei Personen gestellt, bedeutet dies nur eins: Sie wurde beim ersten und zweiten Mal nicht beantwortet. Und dann muss der Ausschuss sich nicht über eine hitzige Stimmung wunden. Da hilft kein Hinweis auf das Protokoll, keine Bitte um Verständnis – nur eine vernünftige Ausschussleitung. Eine solche war nirgends zu finden."

Rubriklistenbild: © dpa

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