Lindhof-Leiterin Ursula Buchwald-Wachendorf geht in den Ruhestand

„Die Schule wird dich vermissen!“

Weggefährten. Von rechts: Ursula Buchwald-Wachendorf, Schulrat Mario Hippenstiel und seine Vorgängerin Ursula Reimers, die Buchwald-Wachendorf eingestellt hatte. Foto: HusmaNN

Syke - Von Michael Walter. Die ersten Tränen flossen schon, bevor es überhaupt richtig losging. Als der Chor der Grundschule am Lindhof gestern die Abschiedsfeier für seine Schulleiterin eröffnete, musste Ursula Buchwald-Wachendorf schon kräftig schniefen und schlucken. Und so emotional sollte ihre Verabschiedung in den Ruhestand auch bleiben.

Tina Lehmann, seit vier Jahren Konrektorin an der Schule, blieb ein paarmal die Stimme weg, als sie die berufliche Laufbahn ihrer Chefin und Freundin Revue passieren ließ. Buchwald-Wachendorf habe diese Schule zu etwas Besonderem gemacht. Und ihre Lust, Dinge zu bewegen, um etwas zu verändern, sei beispielhaft. „Für die Schule wird sich etwas ändern“, schloss sie. „Die Schule wird dich vermissen!“

Dabei war Ursula Buchwald-Wachendorf „nur“ acht Jahre am Ruder. Nach Abschluss ihres Studiums ging sie 1981 in den Schuldienst. Zunächst an der Grundschule Bruchhausen-Vilsen. 1996 übernahm sie die Leitung der Grundschule Petermoor in Bassum, die sie vom Rohbau bis zur Ganztagsschule aufgebaut hat.

2012 kam sie dann als Nachfolgerin für Brigitte Horndasch an die Grundschule am Lindhof. Und der standen umwälzende Veränderungen bevor. Teils aufgrund neuer Gesetze (Stichwort: Inklusion), teils durch veränderte gesellschaftliche Strukturen (Stichwort: Migration) und teils hausgemacht. Die Umwandlung zur teilgebundenen verpflichtenden Ganztagsschule 2016 war Buchwald-Wachendorfs geistiges Baby. Und als ihr Konzept der Realität nicht standhielt, traf es sie schwer, als sie im Syker Rat den Schritt zurück zur „offenen“ Ganztagsschule beantragen musste.

„Wir haben einiges durchfochten“, sagte Bürgermeisterin Suse Laue in ihrem Grußwort. „Aber wir haben immer einen Weg gefunden.“

Schulrat Mario Hippenstiel bescheinigte Ursula Buchwald Wachendorf: Sie habe immer das Ganze gesehen, stets die Fürsorge für ihre Schüler und das Kollegium im Blick gehabt und die persönliche Belastung hintenan gestellt.

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