Schüsselerlebnis

Syker Weihnachtstheater wird wieder Co-Produktion mit Bremer Ensemble

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Nee – in diese Suppenschüssel passt ganz bestimmt kein Kopf. Da muss bis Dezember noch ein größeres Requisit her. Darüber sind sich (vorne) Regisseur Erwing Rau und Michel-Darstellerin Silke Bollhorst einig. Und auch bei (hinten) Kathrin Wilken und Erstem Stadtrat Thomas Kuchem gibt es daran keine Zweifel.

Syke - Wer sich mit Veranstaltungsmanagement beschäftigt, ist schon rein beruflich seiner Zeit weit voraus: Sechs Wochen vor Beginn der Sommerferien ist in der Abteilung Stadt & Kultur im Syker Rathaus schon Weihnachten.

„Es gibt wieder ein Weihnachtstheater in Syke“, strahlt Mitarbeiterin Kathrin Wilken beim Pressegespräch im Rathaus. Wieder in Co-Produktion mit dem Bremer Tourneetheater. Nach „Ein Sams zuviel“ im vergangenen Jahr gibt es diesmal eine Astrid-Lindgren-Geschichte – die von Michel aus Lönneberga, der mit dem Kopf in der Suppenschüssel stecken bleibt.

Das Stück ist noch in Arbeit, das Drumherum steht schon: Insgesamt sieben Aufführungen sind vom 8. bis zum 15. Dezember im Syker Theater geplant, von Sonntag bis Sonntag. Wie beim letzten Mal sind Premiere und Derniere Familienvorstellungen, die Aufführungen dazwischen aber ausschließlich für Schulen geplant.

Veranstaltung auch für Bremer Tourneetheater eine Premiere

Die Premiere in Syke wird übrigens eine echte: Das Bremer Tourneetheater spielt dieses Stück dann zum ersten Mal. Chefin Silke Bollhorst: „Wir sind jetzt noch in der Konzeptionsarbeit. Im Herbst fangen wir mit den Proben an.“ Den Michel spielt sie übrigens selbst. „Das ist der Vorteil, wenn man klein und blond ist“, sagt sie augenzwinkernd.

Die Michel-Geschichten hat Astrid Lindgren Anfang der 1960er-Jahre geschrieben. Sie spielen in der Zeit, in der ihr Vater Kind war: um 1875. Funktioniert das heute noch? Hat Lindgrens Michel heutigen Kindern noch etwas zu sagen? Regisseur Erwing Rau hat überhaupt keine Zweifel. Für ihn ist der Kern der Geschichten zeitlos aktuell. „Astrid Lindgren sagt darin: Kinder müssen sich entfalten können. Und wir Erwachsenen sollen verstehen, dass sie dazu ab und zu mal auf Forschungsreisen gehen müssen.“ Und geradezu fasziniert ist er von der Vater-Sohn-Beziehung, wie Lindgren sie beschreibt. „Es wird an jeder Stelle deutlich, welch große Liebe zwischen beiden besteht. Aber es kracht andauernd.“ Auch das ist für ihn einfach zeitlos.

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