Schülervertretung organisiert erstmals gemeinsame Aktion für Flüchtlinge und Gymnasiasten

„Die fangen den Ball genau wie wir“

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Die Mini-Tischtennisplatte war eine von mehreren Stationen der Aktion für Flüchtlinge am Gymnasium.

Von Frank Jaursch. „Hey There Delilah“ klingt es vom Amphtitheater hinterm Kulturforum des Gymnasiums über das Schulgelände. Beim Lagerfeuer sitzen gut zwei Dutzend Jugendliche mit Gitarre und Cajon beisammen – ein stimmungsvoller Abschluss für eine besondere Premiere. Denn hier sitzen Syker Gymnasiasten und jugendliche Flüchtlinge zusammen.

Dieser Freitagnachmittag war die erste Aktion, die die Schülervertretung des Gymnasiums für die Flüchtlinge in Syke angeboten hat. Ideengeber war Musiklehrer Michael Pitz-Grewenig, der vor einigen Wochen mit seinen Überlegungen bei den Schülersprechern offene Türen einrannte.

„Die haben das alles selbst organisiert“, lobt der Lehrer die Jugendlichen. Sie stellten über Flüchtlingscafés oder andere Einrichtungen wie Intakt den Kontakt zu den jungen Menschen her, ließen sich Spiele und gemeinsame Aktionen einfallen und suchten nach Sponsoren und Helfern.

So stellte Werder Bremen zwei Sport-Module zur Verfügung – eine Mini-Tischtennisplatte und ein Fußball-Billard-Feld. In der Schulmensa waren mehrere Basteltische aufgebaut, an denen die Flüchtlinge aus Syrien und Montenegro gemeinsam mit den Syker Schülern Kekse verzierten, Teelicht-Tüten gestalteten oder kleine Tannenbäume aus hölzernen Eisstielen bastelten.

Paula Brötzmann (16), eine der Organisatorinnen, war sehr zufrieden mit der Premiere. „Es waren nicht sehr viele Flüchtlinge da, aber genügend, um den ersten Kontakt herzustellen.“ Zwei arabischsprechende Schülerinnen halfen bei Sprachbarrieren aus, meist allerdings verständigten sich die Jugendlichen untereinander mit Händen und Füßen.

Und manchmal war das auch gar nicht nötig – Basketball und Co. funktionieren auch so. „Die fangen den Ball genau wie wir“, schmunzelt Brötzmann.

Der Premiere sollen weitere Aktionen folgen, erklärt die Schülerin. Und da könnten dann schon etwas größere Räder gedreht werden: „Das Kultusministerium fördert Projekte erst ab einer Größe von 2000 Euro“, so Brötzmann.

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