Run for School: Schritt für Schritt dem Ziel entgegen

Lindhof-Grundschüler erlaufen tausende Euro

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Beim Sponsorenlauf an der Grundschule am Lindhof legten sich die Kinder richtig ins Zeug.

Syke - Jeder Meter zählt an diesem Freitagvormittag für die Schüler der Grundschule am Lindhof: Vor den Herbstferien sammeln sie noch schnell beim Sponsorenrennen „Run for School“ Geld für einen ausgesprochen guten Zweck ein: für ihre eigene Schule.

Der Bauhof der Stadt war es, der vor einiger Zeit Alarm schlug. Die Botschaft: Das „Mikado“-Kletterspiel auf dem Schulhof hat seine Zeit hinter sich und muss ausgetauscht werden. Der Förderverein der Schule wurde aktiv. „Aufgabe eines Fördervereins ist es ja immer, bei den Dingen zu helfen, bei denen sich kein anderer so richtig zuständig fühlt“, sagt Ramona Klein, die Vorsitzende des Fördervereins.

Kurzerhand fiel die Entscheidung: Ein neues Kletterspiel muss her. Und finanzieren könnten es die Kinder quasi selbst – mit einem Spendenlauf. Jeder Schüler war aufgerufen, im Familienkreis oder bei Freunden Sponsoren zu finden, die für jede absolvierte Runde einen kleinen Betrag geben.

Die Mädchen und Jungen legten schon beim Akquirieren ihrer Sponsoren viel Einsatz an den Tag. Am Lauftag aber wuchsen die Schüler förmlich über sich hinaus. Viele liefen während der gesamten 45 Minuten durch, alle aber absolvierten mindestens im Wechsel von Gehen und Laufen ihre Strecken.

Bemerkenswert waren zwei besondere Sponsoren: Einer hatte Wasser und Obst während des Laufs zur Verfügung gestellt, ein anderer erklärte sich bereit, das „Kilometergeld“ für jene Kinder zu übernehmen, die keine Sponsoren gefunden hatten. Klein: „So liefen alle Kinder, wirklich alle Kinder, mit dem Gefühl: Ich laufe für unseren Schulhof. Ich bin Teil des Projektes.“

Mehr als 30 Eltern feuerten die Grundschüler an, stempelten die Laufkarten ab und halfen bei Auf- und Abbau. Sie sahen, wie das Spendenkonto von Minute zu Minute wuchs. Mehrere Klassen meldeten am Ende ihrer Läufe schon vierstellige Spendenbeträge. Ramona Klein zeigte sich hingerissen vor so viel Einsatz. „Und plötzlich weiß man wieder, wofür man das alles macht...“

Nach den Ferien wird der Gesamtbetrag ermittelt sein, dann soll zügig mit dem Aufbau des neuen Mikado-Klettergerüsts begonnen werden. Und alle, die mitgemacht haben, werden wissen: Ich habe dabei geholfen. fj

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