Weihnachtsmann und Lions-Club beschenken zum elften Mal Tafel-Kinder

Schöne Bescherung

Die achtjährige Victoria war das erste Kind, das vor den Weihnachtsmann treten durfte. Der Mann im roten Mantel nahm sich für jedes Kind Zeit. Und nach dem Gespräch wartete schon der Gabentisch mit vielen liebevoll eingepackten Geschenken. - Foto: Husmann
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Die achtjährige Victoria war das erste Kind, das vor den Weihnachtsmann treten durfte. Der Mann im roten Mantel nahm sich für jedes Kind Zeit. Und nach dem Gespräch wartete schon der Gabentisch mit vielen liebevoll eingepackten Geschenken.

Syke - Von Frank Jaursch. Der Mann mit weißem Bart und rotem Mantel blickt wissend im Gemeindehaus um sich. „Ich komme jedes Jahr gerne nach Syke“, sagt er und rückt sich die Brille zurecht. Dann blickt er tief in die Gesichter vor sich an den Tischen. Andächtig blicken die meisten Kinder zum Weihnachtsmann hinauf. Und so mancher, der noch Minuten zuvor lautstark herumgekräht hat, wird mit einem Mal ganz still und klein.

„Der macht das gut“, sagt Edwin Feldmann lächelnd, „er lässt sie nicht so einfach weg.“ Zum mittlerweile elften Mal hat der Syker Lions-Club zu einer besonders schönen Bescherung eingeladen: Mädchen und Jungen aus sozial schwierigen Verhältnissen, die sonst bei der Syker Tafel Kunden sind, erhalten hier nicht nur eine Begegnung mit dem Weihnachtsmann, sondern auch tolle Geschenke.

Natürlich ist der Weihnachtsmann nicht der echte Weihnachtsmann, und natürlich kommen die Geschenke, die sich auf dem Tisch stapeln, nicht vom Christkind, sondern von Nesemann. Aber Marcus Grosser, der hinter der schweißtreibenden Verkleidung steckt, schafft es tatsächlich immer wieder, im kurzen Zwiegespräch mit den Kindern eine andächtige Stimmung zu schaffen.

„Wie bist du denn in der Schule?“, fragt er einen Jungen. „Nicht so gut“, räumt der zähnenkirschend ein. „Ach“, hakt der Weihnachtsmann nach. „Wo läuft's denn nicht so gut?“

So nimmt er sich bemerkenswert viel Zeit – manchmal mehr, als so manchem Steppke lieb ist, der schon mal zum gut gefüllten Geschenketisch an der Fensterfront schielt. Vorher muss jeder noch ein kurzes Gedicht aufsagen – oder es wenigstens versuchen.

Peter Jahnke, der die Besucher als Lions-Vizepräsident begrüßt hat, findet das genau richtig. „Wir wollen ja auch nicht, dass die Kinder hier an die Geschenke stürzen.“

Wieder einmal zeigt sich, dass die Kooperation von Syker Tafel und Lions wieder gut funktioniert. 41 Namen hat Jutta Meyer von der Tafel auf ihrer Liste – das sind 41 Mädchen und Jungen, die sich über neues Spielzeug besonders freuen dürften.

Nach Geschlecht und Alter sortiert, geht die Liste in die Spielwarenabteilung von Nesemann, wo passende Geschenke ausgesucht und gleich verpackt werden. Die Rechnung bezahlen die Syker „Löwen“ – getreu ihrem Motto „We serve“ (wir dienen).

Wer an diesem Nachmittag in die Gesichter der Kinder schaut, sieht Freude und Dankbarkeit. Und auch die Eltern, die meist mitgekommen sind, freuen sich sichtlich über eine Geste, die auch im elften Jahr noch außergewöhnlich ist.

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