Saxophon-Erlebnis Marius Neset spielt am 5. Juni bei Jazz Folk Bike

Über Syke zum Weltruhm

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Denis Fischer drückt dem Festival am Samstagabend seinen Stempel auf.

Syke - Von Frank Jaursch. Weltstar? Vorsicht mit solchen Begriffen. Doch der junge norwegische Saxofonist, der in einer Woche in Syke zu Gast ist, hat sich in Siebenmeilenstiefeln aufgemacht, um sich dieses Attribut zu erarbeiten.

Kraftvoll und feinsinnig – Marius Neset kann beides.

Wer Jazz mag, so sagen Kritiker, kommt an Marius Neset nicht mehr vorbei. Der 30-Jährige bildet am Freitag, 5. Juni, im Syker Theater gleichsam den Auftakt und den großen Höhepunkt von Jazz Folk Bike 2015. Einige Saxophonisten liebkosen ihr Instrument beim Spielen, andere hingegen ringen förmlich damit. Neset kann beides. Er spielt kraftvoll, aber auch feinsinnig. „Er ist im Begriff, einer der ganz Großen des Jazz zu werden“, heißt es im Guardian. Gleich doppelt kommen Musikfreunde in den Genuss der Neset‘schen Spielkunst. Zum einen tritt er mit seiner Band auf, zum anderen kommt es zu einer ungewöhnlichen Kooperation: Er holt sich seinen Landsmann Daniel Herskedal an der Tuba an die Seite. Tuba und Saxophon – eine verrückte Kombination. Für Jazz Folk Bike wird sie mit einem 14-köpfigen klassischen Chor komplettiert, der sich aus Sängern aus Syke und umzu zusammensetzt. „Jürgen Lohmeyer hat mit ihnen schon einige Stücke eingeübt“, verrät Gerd Harthus, Organisator von Jazz Folk Bike, voller Vorfreude.

Gerd und Gertrud Harthus haben dem dreitägigen Festival in diesem Jahr einen norwegischen Anstrich verpasst – das schlägt sich auch im Samstags-Konzert nieder. Das Elin Kåven Trio spielt am Samstag um 18Uhr in der Barrier Kirche. Kåven nimmt das Publikum mit in die magische, mythologische Welt der samischen Schamanen. Sie ruft gerne Bilder von Trollen, Feen, Elfen und anderen Zauberwesen aus dieser Geisterwelt hervor. Ihre Musik enthält Elemente von Folk, Jazz, Rock und Gothic, und sie singt samische Texte. In Syke spielt sie mit der Geigerin Sarah-Jane Summers und dem Gitarristen Juhani Silvola.

„Ihr müsst unbedingt mal wieder was mit Denis Fischer machen!“ Diesem Aufruf eines Besuchers sind die Macher von Jazz Folk Bike gern gefolgt. Am Samstag, 6. Juni, nimmt er ab 20 Uhr im Kreismuseum die Bühne in Besitz. Sein neues Musik-Programm liefert musikalische Einblicke in eine höchst exklusive Gesellschaft – in den „Club 27“. Darin haben sich jene Musikgrößen vereinigt, die im Alter von 27 Jahren starben – Jimi Hendrix etwa, Janis Joplin, Jim Morrison („Doors“), Kurt Cobain, Amy Winehouse. Sie alle schrieben Musikgeschichte, lebten auf der Überholspur und schufen unvergängliche Songs. Viele von ihnen sind am Samstag, 6. Juni, ab 20 Uhr im Kreismuseum zu hören.

Wenig im Blickpunkt war bislang das dritte Element von Jazz Folk Bike – das Fahrrad. Unter dem Titel „Fahrradwege zu Kunst und Musik“ führt auch in diesem Jahr wieder eine Fahrradtour vorbei an den Spielorten von Jazz Folk Bike und stellt unterwegs Kunst im öffentlichen Raum vor. Anni Wöhler-Pajenkamp hat sich wieder eine interessante Route ausgedacht. Die Fahrt endet an der Bartholomäus-Kirche in Barrien – gerade rechtzeitig, um pünktlich zum Folk-Konzert mit Elin Kåven einzutreffen. Der Verein Use ole Karken hält für hungrige und durstige Radler Getränke und Schmalzbrote bereit. Teilnehmer mit einer gültigen Eintrittskarte zu einem JFB-Konzert dürfen eine Freifahrt genießen.

Die Teilnehmer treffen sich um 14 Uhr am Parkplatz am Syker Vorwerk (Waldstraße / Ecke Okeler Straße).

Die drei Sonntags-Veranstaltungen, die das Jazz Folk Bike 2015 komplettieren, werden wir in unserer morgigen Ausgabe ausführlich vorstellen.

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