Baubeginn noch dieses Jahr

Sanierungskonzept für Syker Hallenbad liegt vor

Syke - Von Michael Walter. Sieben bis acht Millionen Euro – das ist die Summe, die Stadt und Politik in den nächsten Jahren in das Syker Hallenbad investieren müssten, um es langfristig zu erhalten. Das geht aus dem Konzept hervor, das der „Arbeitskreis Hallenbad“ am Montag fertiggestellt hat und das nun Grundlage für die Beratung in den politischen Gremien wird.

Den Arbeitskreis gibt es seit Dezember. Er umfasst Vertreter aller im Rat tätigen Parteien, der Trägervereine des Freibads und des Barrier Hallenbads, der Sportschwimmer, der Stadtverwaltung und eines Architektenbüros.

Die Ausgangssituation umschreibt Bürgermeisterin Suse Laue so: „Im Grunde hatten wir nur zwei Möglichkeiten. Entweder wir sanieren, oder wir reißen das Bad ab.“ Es in seinem jetzigen Zustand zu belassen, sei aus mehreren Gründen keine Option gewesen. Teile des Bads sind baufällig – der Sprungturm etwa ist seit Jahren geschlossen –, und das Arbeitsumfeld für das Personal entspricht nicht den gesetzlichen Vorgaben.

Das Thema Abriss habe der Arbeitskreis praktisch sofort verworfen. Schnell habe auch Einvernehmen bestanden, eine Minimal-Sanierung sei wenig sinnvoll. „Das Bad soll weiterhin für Schulen, Kindergärten und Vereine sowie zum öffentlichen Baden nutzbar sein“, so Laue.

Anbau mit neuem Multifunktionsbecken

Und darauf läuft die Empfehlung des Arbeitskreises jetzt hinaus: Der Sprungturm wird saniert. Das U-förmige Hauptbecken bleibt, wie es ist. Das benachbarte Lehrschwimmbecken wird zu einer kleinen Erlebnis-Badelandschaft für Kleinkinder umgebaut. Aus dem bisherigen eher an ein Aquarium erinnernden Babybecken wird eine Ruhezone mit Wärmeliegen. Im rückwärtigen Bereich ist ein Anbau geplant, in dem ein Multifunktionsbecken mit Hubboden untergebracht wird. Es erhält einen eigenen Wasserkreislauf, sodass dort höhere Wassertemperaturen möglich wären, wie sie beispielsweise für Wassergymnastik sinnvoll sind. Dieser Anbau soll auch eine Öffnung zum Außenbereich erhalten.

Damit einher geht auch eine energetische Sanierung der Fassade und der Einbau einer neuen Lüftungsanlage.

Im Kellerbereich soll ein neuer Sozialbereich für das Personal entstehen. „Bisher war das von Anfang an nur ein Provisorium“, sagt Suse Laue. „Es gibt keinen vorgeschriebenen Aufenthaltsraum, keine getrennten Umkleiden und Duschen für Männer und Frauen, ... Unsere Mitarbeiter im Hallenbad sind ein tolles Team und haben sich immer irgendwie arrangiert. Aber inszwischen steht uns die Gewerbeaufsicht auf den Füßen. Da sind wir als Arbeitgeber gefordert.“ Zumal es auch keinen Fluchtweg aus dem Keller gibt. Auch der ist Bestandteil des Sanierungskonzepts.

Aller Voraussicht nach eine reine Formsache

Das Konzept geht Anfang Mai in die politische Beratung. Beschließen soll es der Rat am 14. Juni. Aller Voraussicht nach eine reine Formsache, da alle im Rat vertretenen Parteien selbst daran mitgewirkt haben.

Die Zustimmung des Rats vorausgesetzt, könnten die Arbeiten im Kellerbereich noch in diesem Jahr beginnen. „Der Umbau ist bei laufendem Badebetrieb möglich“, so Laue.

Das gilt allerdings nicht für den zweiten Bauabschnitt: Während der Arbeiten am eigentlichen Schwimmbereich bliebe das Bad geschlossen. „Für voraussichtlich anderthalb Jahre ab 2019“, sagt Laue.

Eine Kröte, die vor allem die Schulen und Vereine schlucken müssen, die sich für Unterricht und Training dann eine Alternative in den Nachbargemeinden suchen müssen. „Dafür haben wir danach aber ein toll saniertes Bad mit viel mehr Möglichkeiten, und das für die nächsten 40 Jahre“, so Laue.

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