Personalmangel: Beschwerdemanagement hakt

„Sag’s uns einfach“ – gar nicht so einfach

Mit „Sag’s uns einfach“ führte die Stadtverwaltung ein neues System zum Ideen- und Beschwerdemanagement ein. Seit Dienstag ist es am Netz.

Syke - Von Frank Jaursch. Seit einem Dreivierteljahr haben Syker Bürger die Möglichkeit, ihre Ideen und Beschwerden auf Internet-nutzerfreundliche Art zu melden: „Sag’s uns einfach“ heißt das System, mit dem man ein zugewuchertes Ortsschild, ein Schlagloch auf dem Fahrradweg oder die kaputte Schaukel an die Stadt melden kann.

Bürger erkennen durch kleine Punkte auf einer Syke-Karte, ob ihre eigene Beschwerde vielleicht schon von jemand anderem gemeldet worden ist. Mehr als 210 Hinweise sind seit dem Start gemeldet worden. Hinter den meisten prangt mittlerweile ein freundliches grünes Schild mit dem Wort „Abgeschlossen“ und einem Häkchen dahinter.

So weit, so gut. Das System allerdings funktioniert nicht ganz so reibungslos, wie man zunächst vermuten mag. „Es dauert 14 Tage, bis eine Meldung im System erscheint“, monierte ein Bürger im Rahmen der Fragestunde der jüngsten Syker Ortsratssitzung. Zudem trügen noch immer 40 Beschwerden den Status „in Bearbeitung“ – einige von ihnen stammen noch aus dem September vergangenen Jahres.

Fünf Langzeitkranke in der Verwaltung

„,Sag's uns einfach' – das bin ich“, verkündete Hein Sievers, Leiter Zentrale Projekte in der Verwaltung, mit einem Lächeln. Er war als Vertreter der Verwaltung bei der Ortsratssitzung – und zugleich auch als Protokollant.

Genau dieser Umstand verdeutlichte ein Dilemma, vor dem die Stadt derzeit steht: Die Personaldecke ist zu dünn. Im Rathaus habe man derzeit allein mit fünf Langzeitkranken zu tun, für die es keinen Ersatz gebe.

Die Problematik habe auch zu Verzögerungen in der Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle geführt. Statt der eigentlich vorgesehenen zwei Stellen im Sitzungsdienst komme man derzeit nominell nur auf 1,3 Stellen.

Dieser Engpass wirke sich auch auf „Sag's uns einfach“ aus, so Sievers. Die Meldungen, die bei ihm auflaufen, müsse er selbst ins System einpflegen. Und auch Hein Sievers hat derzeit noch ein bisschen mehr zu tun.

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