Neues System zum Ideen- und Beschwerdemanagement für alle Bürger nutzbar

„Sag’s uns einfach“

Mit „Sag’s uns einfach“ führt die Stadtverwaltung ein neues System zum Ideen- und Beschwerdemanagement ein. Seit Dienstag ist es am Netz.

Syke - Von Michael Walter. Das Verkehrszeichen an der Straßenecke ist zugewachsen, der Gullydeckel vor der Haustür klappert, ein Schlagloch hat sich plötzlich aufgetan oder die Wippe auf dem Spielplatz ist kaputt. Solche Hinweise gehören im Rathaus zum Tagesgeschäft. Oft kommen sie doppelt und dreifach, und derjenige, der den Hinweis gibt, erfährt meistens nicht, ob sein Problem auch bearbeitet wird. Bisher – denn jetzt haben Stadt und Bürger ein neues Werkzeug dafür: Die Internet-Plattform „Sag’s uns einfach“.

Das ist eine Software zum Ideen- und Beschwerdemanagement, die das Land Niedersachsen den Kommunen zur Verfügung stellt. Das Programm selbst ist für sie kostenlos, die Gemeinden müssen lediglich die Einbindung in ihren eigenen Internet-Auftritt und die optische Anpassung an ihr eigenes Design vornehmen.

Eigentlich sollte „Sag’s uns einfach“ schon seit langem laufen: Im Herbst 2015 hatte der Rat die Anschaffung beschlossen. Doch erst jetzt kann die Verwaltung Vollzug melden. Das hat mehrere Gründe. Einer davon ist die Einführung des neuen Corporate Designs im Rathaus mit dem großen Y an Stelle der Bärentatze (wir berichteten).

Ein anderer ist der organisatorische Aufwand. Denn Ziel ist es, sämtliche Anfragen ans Rathaus – auch solche, die telefonsich eingehen – im neuen System zu bündeln und abzuwickeln. „Das ist kein Verfahren, das man einfach so einschaltet, und dann läuft es von allein“, sagt EDV-Chef Thorsten Hassel. „Wir müssen das begleiten: Wer bearbeitet welche Dienstleistungen? Und dann mussten wir unsere Mitarbeiter fit machen, die eingehenden Anfragen zu bearbeiten.“

Seit Dienstag ist das System nun am Netz und für alle Bürger nutzbar, die einen Internetzugang über ihren PC oder ihr Smartphone haben.

„Der große Vorteil für die Bürger ist, dass sie schon bei der Eingabe sehen, ob die Störung, die sie melden wollen, bereits bekannt ist“, sagt Bürgermeistein Suse Laue. Und sie können außerdem auch erkennen, ob „ihre“ Meldung schon bearbeitet wird oder noch nicht.

Wer seine Mitteilung direkt vor Ort mit dem Smartphone übermittelt, kann außerdem seine GPS-Koordinaten mit übertragen. Die Meldung wird dann direkt damit verknüpft und im Stadtplan eingezeichnet. Das erspart das genaue Beschreiben der Stelle im Text. Und wer möchte, kann auch gleich ein Foto vom überwucherten Verkehrszeichen oder dem defekten Spielgerät schicken.

syke.sagsunseinfach.de

www.syke.de/melder

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