Vokalensemble Allabrema singt in der Christuskirche / I-Tüpfelchen der Kulturtage

Ruhe vom Weihnachtsmarkttrubel

13 Sänger des Vokalensemble Allabrema begeisterten das Publikum. - Foto: Husmann

Syke - Von Dieter Niederheide. Einfühlsam mit dem weihnachtlichen „Leise, ganz leise…“ ließ das Vokalensemble Allabrema am Sonnabendabend in der bis auf den letzten Platz besetzten Christuskirche die Besucher des Weihnachtsmarktes vom Trubel zwischen den Hütten zur Ruhe kommen. Ganz passend die schwedische Weise „Der Lärm verebbt“, ein feines Abendlied, stimmungsvoll von den 13 Sängern des Vokalensembles vorgetragen. Für die Dirigentin Lena Sonntag, hauptamtliche Kirchenmusikerin in Scharbeutz, wurde der Auftritt ein Heimspiel. Dort hat sie in Jugendjahren Bekanntschaft mit der Orgel gemacht und das Fundament für ihren beeindruckenden musikalischen Weg mit legen können. Syke und die Christuskirche sind eine für sie vertraute Umgebung.

Das Vokalensemble, dessen Stärke in jeder seiner einzelnen Stimme begründet ist, war von ihr bestens vorbereitet und wurde im Rahmen der Weihnachtlichen Syker Kulturtage mit zu einem I-Tüpfelchen.

Mit Beiträgen von den Kerzen in den Fenstern (Candles in the window) oder dem vertonten Wintergedicht „In the bleak midwinter“ brachte das Vokalensemble eine besondere heimelige Stimmung in die Christuskirche. Dem Winterwind war zu lauschen beim vertonten Shakespeare „Blow blow thou Winterwind“ (Matthew Harris). Zum Strandspaziergang an Ost- oder Nordsee und hinaus in die Natur lud das Vokalensemble mit „Am Strand“ und „Power of nature“ von Alwin Schronen ein. In seinem winterlich-weihnachtlichen Liederangebot trug Allabrema unter anderem auch schwedische Werke vor, zum Beispiel das „Jul, jul stralanda jul“ (Gustav Lundquist). Bei einigen der Gesangsstücke gab es Wechsel der Stimmen innerhalb des Ensembles. Gleich, ob es ein schottisches Kinderlied (laut Dirigentin mit einem unsinnigen Text) oder (Richard Burchard) aus der Feder von Rainer Maria Rilke handelte. Zu einer Bereicherung wurde die musikalische Untermalung bei einigen Werken durch Thomas Schwenen mit seinen afrikanischen Instrumenten. Das „He is born“ von Ruth Morris Gray (US-Komponist und Gitarrist) war ein starker Beitrag, mit dem das Vokalensemble ebenfalls brillierte.

Zum Abschied gab es von den Besuchern stehend lautstarken Beifall für ein Vokalensemble, das auch an diesem Abend wieder überzeugend mit einer anspruchsvollen Leistung war. Zuvor allerdings gab es als Zugabe das Winterlied „Leise rieselt der Schnee“ und dazu lud Lena Sonntag die Konzertbesucher zum Mitsingen ein.

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