Bahn frei für Nordischnet

Glasfaser-Ausbau in Syke: Rückzieher von Telekom und EWE

Der Glasfaser-Ausbau in Syke kommt – und zwar nicht von Glasfaser Nordwest. Das Joint Venture von Telekom und EWE hat einen Rückzieher gemacht und überlasst Nordischnet nun das Feld.
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Der Glasfaser-Ausbau in Syke kommt – und zwar nicht von Glasfaser Nordwest. Das Joint Venture von Telekom und EWE hat einen Rückzieher gemacht und überlasst Nordischnet nun das Feld.

Telekom und EWE überlassen Nordischnet das Feld. Deren Joint Venture Glasfaser Nordwest zieht sich beim Glasfaser-Ausbau in Syke vollständig zurück.

Syke – Beim Glasfaser-Ausbau wird viel von der hohen Geschwindigkeit beim Surfen gesprochen. Derzeit allerdings sind auch die Richtungswechsel im Zusammmenhang mit dem geplanten Ausbau in Syke atemberaubend. Nicht einmal eine Woche, nachdem Erster Stadtrat Thomas Kuchem auf der Ratssitzung den Einstieg von EWE und Telekom in Sachen Glasfaser in Syke verkündet hatte, zieht Glasfaser Nordwest – das Joint Venture der beiden Konzerne – sein Angebot wieder zurück.

Als Grund gibt Glasfaser Nordwest „die weit vorangeschrittene Vermarktungsphase eines anderen Marktteilnehmers“ an. Nahezu zeitgleich hatte Nordischnet verkündet, in ganz Syke für das superschnelle Internet sorgen zu wollen.

Nordischnet erreicht 40-Prozent-Quote: Glasfaser Nordwest zieht sich zurück

Nordischnet – eine Marke von GVG Glasfaser – hatte verkündet, die angestrebte Quote von 40 Prozent erreicht zu haben und somit ganz Syke – also auch jene Straßenzüge und Ortschaften, die bereits leidlich schnelles Internet vorweisen – ans Glasfasernetz anzuschließen.

„Wir freuen uns, dass GVG Glasfaser in Syke ein so hohes Engagement zeigt und die Stadt mit einem zukunftsfähigen Glasfasernetz ausstatten möchte“, sagt Oliver Prostak, Geschäftsführer von Glasfaser Nordwest, laut Pressemitteilung – und weiter: „Wir sind der Auffassung, dass in Syke ein Infrastrukturausbau von zwei verschiedenen Unternehmen nicht zielführend ist. Wir werden die für Syke geplanten Tiefbauressourcen auf eine andere Region umlegen.“

Wie ein Sprecher von Glasfaser Nordwest auf Nachfrage dieser Zeitung erläuterte, waren dem Unternehmen die Ausbaupläne von GVG Glasfaser bekannt, jedoch gab es keine Ausbaugarantie, da Nordischnet die Vermarktungsquote bis dato nicht erreicht hatte. „Da solche Ausbauprojekte häufig an verfehlten Vermarktungszielen scheitern, orientieren wir uns nur bedingt an solchen Aktionen“, erklärte der Sprecher. Eine Nachfrage, ob Glasfaser Nordwest auf ein Scheitern der Nordischnet-Vermarktung spekuliert habe, ließ er unbeantwortet.

Nordischnet: Feinplanung beim Glasfaser-Ausbau steht an

Mit dem Rückzieher von Telekom und EWE ist der Weg für GVG und Nordischnet frei. Andreas Niehaus, GVG-Gebietsleiter in Niedersachsen, zeigte sich in einer Pressemitteilung über den geplanten Ausbau begeistert: „Vor allem in den letzten Wochen unserer Vermarktungsphase sind noch zahlreiche Verträge für unsere Nordischnet-Produkte eingegangen.“ Man habe mit seiner flächendeckenden Glasfaserstrategie im Landkreis Diepholz punkten können.

Im nächsten Schritt steht die Feinplanung des Glasfaserausbaus bevor. Jeder Haushalt wird dabei überprüft und der Tiefbau durchgeplant. „Wir legen gemeinsam mit der Kommune fest, wo die Verteilerstationen errichtet werden, wie der genaue Trassenverlauf aussieht, beauftragen das ausführende Bauunternehmen und beantragen alle erforderlichen Genehmigungen“, so Niehaus. Sobald diese Planungen beendet sind, kann festgelegt werden, wann der Bau startet. „Dies wird dann entsprechend frühzeitig kommuniziert“, verspricht er.

Anmeldung bei Nordischnet noch immer möglich – aber nicht mehr kostenlos

Wer sich bislang nicht bei Nordischnet angemeldet hat, kann dies auch jetzt noch tun – allerdings nicht mehr kostenlos. Kunden, die einen Nordischnet-Produktvertrag abschließen, zahlen während der Planungs- und Bauphase 350 Euro für ihren Anschluss. Wer einen Hausanschluss ohne ein entsprechendes Produkt bucht, zahlt insgesamt 1 149 Euro.

Für eine persönliche Beratung ist das Servicebüro in Bassum (Kirchstraße 1) montags bis freitags von 9 bis 13 und 14 bis 17 Uhr geöffnet. Wer sich kontaktlos informieren möchte, kann dies unter 0431 / 806 496 49 tun – oder online unter nordischnet.de einen Beratungstermin vereinbaren.

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