Ein guter Ort für Garten- und Naturliebhaber

Rosenschau in Wachendorf: „Die Robusten duften schön“

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Bei der Rosenschau in Wachendorf dreht sich alles um die beliebte Pflanzengattung.

Wachendorf - Von Heiner Büntemeyer. Gartenfreunde und Rosenliebhaber hielt selbst das unbeständige Wetter nicht davon ab, der Baumschule Wolters am Wochenende einen Besuch abzustatten und bei der Rosenschau durch die Anlagen zu schlendern. Auf die dichten Duftwolken, die aus den Blüten strömten, mussten sie bei Regen zwar verzichten, aber immer wieder steckten sie ihre Nasen in die Blüten und schnupperten.

Dass jede Rosenblüte ein kleines Kunstwerk der Natur ist, sahen die Besucher, wenn Kirsten Kattelmann die verblühten Blüten schnitt. Dann zeigte es sich, aus wie vielen einzelnen Blütenblättern jede einzelne Rose bestanden hat. Aber diese Dichte an Blütenblättern hat auch eine Kehrseite, denn Bienen und anderen Bestäubern macht es diese Blüte sehr schwer, an die Staubgefäße heranzukommen – auch wenn sie mit ihrem Duft noch so sehr darum zu betteln scheint.

Daher bevorzugen Gartenfreunde immer häufiger Rosen wie die Lavenda dream oder Sweet Pretty, die ebenfalls wunderbar duften, bei denen aber die Blütenblätter in einem einfachen Kreis um die Staubgefäße herum angelegt sind. Diese Rosen sind damit sogar als Bienenweide geeignet.

Beliebt sind sie auch deshalb, weil sie bis in den Herbst hinein blühen, während bei vielen anderen Sorten nach etwa sechs Wochen damit Schluss ist. „Sie blühen nur einmal im Jahr, dann aber richtig“, so Timo Wolters. Zu den öfter blühenden Sorten gehören die ganz neuen Arten Perenniol blue und Perenniol blush, die sich immer weiter steigender Beliebtheit erfreuen.

Englische Rosen zur Zeit weniger gefragt

Timo Wolters hat dagegen festgestellt, dass die englischen Rosen zur Zeit weniger gefragt sind. Diese auch als David-Austen-Rosen bekannten Arten seien gegen Mehltau und Rost anfälliger geworden, erklärt er und vermutet darin die Ursache. Er bedauert das, „denn die sonst so robusten Sorten duften besonders schön“.

In der Baumschule Wolters werden viele Rosen auch noch selbst veredelt. Dazu wird die Rosa canina, die „Hundsrose“, auf dem Acker gezogen. Aus der Pflanze wird dann ein gerade gewachsener Zweig ausgewählt, der später durch eine andere aufgepfropfte Rose veredelt und als Stammrose verkauft wird. Eine sehr zeitaufwändige Arbeit, die auch nur gelingt, wenn der Gärtner die schwierige Praxis des Veredelns beherrscht.

Timo Wolters empfiehlt seinen Kunden auch, diesen Stammrosen beim Einpflanzen eine Stütze zu geben, damit sie widerstandsfähiger gegen den Wind sind.

Die Besucher wissen, dass sie in der Baumschule Wolters auf so ziemlich alle Fragen zu Rosen eine fachkundige Antwort erhalten. Schließlich sind Rosenzucht und der Verkauf von Rosen mehr als nur ein zweites Standbein der Wachendorfer Baumschule. Dabei ist die Auswahl an Neuzüchtungen und historischen Rosen, an englischen Rosen, Stammrosen, Beet-, Busch- und Kletterrosen beeindruckend vielfältig, farbenfroh und duftintensiv.

Am Sonntag stellten auch Kunsthandwerker ihre Erzeugnisse aus. Daneben war Wein im Angebot, und der Bürgerverein Wachendorf servierte den Besuchern selbstgebackenen Kuchen und Getränke.

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