Ringelnatz und Rudel-Lesen

Stadtbibliothek Syke präsentiert zwei mit Ulrich Hoferichter

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Als ehemaliger Deutschlehrer hat Ulrich Hoferichter sozusagen eine natürliche Affinität zu Lyrik und Literatur.

Syke - Von Michael Walter. Bibliotheksleiterin Jutta Behrens ist ganz schön stolz auf ihren Förderverein. Vor allem wegen der vielen Veranstaltungen, die er immer wieder auf die Beine stellt. Gestern konnte sie zwei weitere neue Ideen vorstellen, bei denen der Förderverein federführend ist.

Protagonist ist in beiden Fällen Ulrich Hoferichter. Als ehemaliger Deutschlehrer am Gymnasium hat er eine natürliche Affinität zur Literatur. Gemeinsam mit Lars Kaschke – ehemals Schüler bei Hoferichter und aktuell selbst Lehrer am Syker Gymnasium – widmet er sich am Freitag, 3. November, ab 19.30 Uhr im Forum der Bibliothek dem Thema „Humor in der Lyrik“.

Busch, Tucholsky, Ringelnatz, Morgenstern und Gernhardt sind die ausgewählten Autoren, aus deren Oevre sich die beiden Rezitatoren bedienen. „Und dazu noch ein paar Unerwartete“, ergänzt Hoferichter.

Er und Kaschke hätten sowas schon häufiger gemacht, erklärt Hoferichter. „Seit 2010, am Gymnasium.“ Beim letzten Mal hätten sie immerhin 80 bis 100 Zuhörer gehabt. „Das wird eher was zum Schmunzeln“, sagt er. Brüllendes Gelächter sei da nicht zu erwarten. „Das ist aber auch gar nicht beabsichtigt.“

Und warum gerade Lyrik? „Das ist kurz und knackig“, sagt Hoferichter. Bei längeren Texten müsse man oft erst weit ausholen, um den Zusammenhang zu erklären. „Und dann ist es meistens nicht mehr so komisch.“

Gemeinsam Texte erschließen

Shared Reading ist ein neuer Trend in der Literaturszene, der sich am ehesten noch mit „Rudel-Lesen“ übersetzen ließe. Das will Hoferichter nächstes Jahr im April zum ersten Mal ausprobieren. Das Prinzip: Jeder Teilnehmer liest einen Abschnitt aus einem unvorbereiteten (und im Idealfall unbekannten) Text, direkt im Anschluss tauschen sich alle darüber aus und schildern ihre ersten unmittelbaren Eindrücke. „Es geht dabei nicht darum, am Ende eine vollständige Interpretation auf dem Tisch zu haben, sondern um das gemeinsame Erschließen eines fremden Textes“, sagt Hoferichter. Er würde diesen Prozess gewissermaßen moderieren und, wenn es sich ergibt, ein paar Hintergrundinformationen liefern.

Sowohl für ihn als auch für die Bibliothek ist das ein Erstversuch. Termin dafür ist Mittwoch, 11. April, um 19.30 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf Personen begrenzt. „Sonst kommt man nicht ausreichend zu Wort.“

Anmeldungen nimmt die Bibliothek für beide Veranstaltungen ab sofort entgegen unter 04242 / 164 235.

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