Heiligenfelder Kirchengemeinde beschreitet mit Gottesdienst „G18“ neue Wege

Revolverheld in der Kirche?

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Das Organisations-Team mit (v.l.) Timo, Rabea, Arnim, Dominik, Hilke, Bela, Manuel, Jona, Jonas. Auf dem Foto fehlen Kim und Thomas, weitere Helfer sind willkommen.

Heiligenfelde - Von Frank Jaursch. Alles andere als trocken: In den Abendgottesdiensten am ersten Sonntag im Monat will die Kirchengemeinde Heiligenfelde neue Wege beschreiten. „Wir möchten einen ansprechenden, modernen Gottesdienst gestalten“, umschreibt Pastor Arnim Hermsmeyer die Zielsetzung. Das Ergebnis heißt „G18“: Gottesdienst um 18 Uhr. Am kommenden Sonntag ist Premiere in der Michaels-Kirche.

Hermsmeyer selbst war es, der eine neue Gestaltung thematisierte. „Wir machen viele Zielgruppen-Gottesdienste“, beschreibt er, „aber für die Generation von Jugend bis – sagen wir – 50 ist wenig dabei.“ Am Anfang stand die Idee einer neuen Art von Gottesdienst. „Aber umsetzen kann ich’s nicht alleine“, so Hermsmeyer. Also sprach er Menschen unterschiedlicher Altersgruppen in Heiligenfelde an, bat sie um ihre Mitarbeit. So bildete sich eine kleine kreative Gruppe mit den unterschiedlichsten Sichtweisen und Ideen.

„Maßgabe war, dass es uns selber Spaß machen würde“, erklärt Hermsmeyer. Der Gottesdienst soll keiner festen Liturgie folgen, sondern jedesmal anders sein. Die Premiere am kommenden Sonntag steht unter dem Motto „Auf die Palme und zurück“. Was sich dahinter verbirgt, werden die Gottesdienst-Besucher schnell erkennen.

Das Logo des neuen „G18“- Gottesdienstes.

Die Besucher werden mit einem Getränk begrüßt, es wird ein Anspiel, Mitmach-Aktionen und eine kurzweilige Predigt geben. Ein besonderer Stellenwert kommt dem Bereich Musik zu: Nicht nur Kirchenlieder werden erklingen, sondern auch aktuelle Songs aus den Charts. So sind etwa Titel von Revolverheld oder Silbermond zu hören, vorgetragen von einer kleinen Band mit Gitarre und Cajon. Dem Pastor selbst ist im Gespräch die Vorfreude für diesen neuen Weg anzumerken. „Diese Art von Gottesdienst macht auch mir großen Spaß“, sagt Hermsmeyer und lobt die große Kreativität innerhalb der Gruppe. Zwar lässt er den Beteiligten viel Raum für eine freie Gestaltung, so Hermsmeyer. „Aber der Gottesdienst bleibt schon als Gottesdienst erkennbar.“ Schließlich hätten die Besucher gewisse Erwartungen an einen solchen Abend in der Michaelskirche. „Der feierliche Charakter soll auf jeden Fall erhalten bleiben. Wie immer bleibe der Kontakt zu Gott Ziel und Sinn des Gottesdienstes. Aber, so grenzt Hermsmeyer lächelnd ein: „Es gibt ja viele Wege zu Gott.“

Zunächst einmal plant die Gruppe drei „G18“-Gottesdienste. Ob es danach eine Fortsetzung gibt, hängt sicher nicht zuletzt auch davon ab, wie gut das Angebot ankommt. Darüber hinaus freut sich die Orga-Gruppe über jeden, der bereit ist, sich mit Ideen und Hilfsbereitschaft für G18 einzubringen.

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