Revierauflösung beschert Förstern mehr Arbeit

Forstamt Ahlhorn verteilt den Bereich Huntlosen auf übrige Gebiete

+
Der Syker Revierleiter Heinz-Dieter Tegtmeier muss sich jetzt um ein größeres Gebiet kümmern. Gerade nach den Stürmen in den vergangenen Monaten sei einiges zu tun, berichtet er.

Landkreis - Von Janna Silinger. Im Forstamt Ahlhorn hat es zum Jahreswechsel einen bedeutenden Wandel gegeben: Das Revier Huntlosen wurde aufgelöst. Anlass war die Pensionierung des zuständigen Försters Karl-Heinz Frese. Die übrigen sieben Revierförstereien, zu denen auch Syke und Barnstorf gehören, müssen nun neu strukturiert werden, berichtet der Pressesprecher der Landesforsten Niedersachsen, Rainer Städing.

Folgendes hat sich geändert: Zur Revierförsterei Syke kommen die Wälder Schweinsheide, Wedehorn, Lindschlag (Stadt Bassum) und Fahrenhorst (Gemeinde Stuhr) hinzu. Das Revier Barnstorf übernimmt zusätzlich den Spascher Sand (Landgemeinde Wildeshausen) und die Steinhorst (Gemeinde Großenkneten). Zu Harpstedt kommt der Hagel (Großenkneten) hinzu.

Von den landesweit etwa 250 bestehenden Förstereien sollen in den nächsten Jahren rund 30 weitere aufgelöst werden, teilt Städing mit. Das sei nichts Erfreuliches, aber wie in vielen Branchen müsse auch in der Forstwirtschaft auf das Geld geachtet werden.

Umstrukturierung „sozial verträglich“

Die Umstrukturierung werde laut Städing „sozial verträglich“ ablaufen: „Wenn jemand in Pension geht, wird geprüft, ob die Neubesetzung dieser Stelle wirklich notwendig ist“, erklärt er.

Die einzelnen Gebiete sind jetzt zwischen 1 800 und 2 400 Hektar groß. Laut Städing haben die Landesforsten bei der Verteilung des ehemaligen Reviers Huntlosen darauf geachtet, dass jedes der übrigen sieben Gebiete auch zukünftig etwa die gleiche Größe hat und demnach der zusätzliche Arbeitsaufwand für die Förster gleichmäßig verteilt wird.

Betreuungsforsten bleiben unverändert

Drei Forstwirtschaftsmeister unterstützen künftig die Revierförster bei ihrer Arbeit, berichtet Rainer Städing weiter.

Wie der Syker Revierleiter Heinz-Dieter Tegtmeier auf Anfrage sagte, fällt durch die Vergrößerung des Gebiets momentan mehr Arbeit an. „Gerade nach den vielen Stürmen in den vergangenen Monaten müssen wir viel kontrollieren und aufräumen, um unter anderem die Sicherheit für Spaziergänger gewährleisten zu können“, erklärt er.

Die Betreuungsforsten bleiben unverändert. Dabei handelt es sich um genossenschaftlichen oder kommunalen Waldbesitz, berichtet Städing. „In der Regel werden diese Gebiete schon sehr lange Zeit vom zuständigen Revierförster betreut. Es ist uns wichtig, dass diese gewachsenen Vertrauensverhältnisse bestehen bleiben. Daher wird dort nichts geändert.“

Hohe Qualität der Waldpflege halten

Einige dieser Gebiete pflegen und bewirtschaften die Landesforsten schon seit vielen Jahren, wie der Pressesprecher erklärt. Die Försterei Barnstorf betreut beispielsweise den Wald des Stifts Bassum oder die Kirchenforst Jacobidrebber schon sehr lange, berichtet Städing.

„Der Wegfall des Reviers Huntlosen folgt einem Konzept der Niedersächsischen Landesforsten“, schreibt Amtsleiterin Regina Dörrie in einer Pressemitteilung. „Wir wollen die Qualität der Waldpflege auf dem gewohnt anspruchsvollen Niveau halten.“

Das Forstamt Ahlhorn umfasst nun die Reviere Syke, Harpstedt, Barnstorf, Sandkrug, Baumweg, Augustendorf und Cloppenburg. Etwa 40 Mitarbeiter verwalten und betreuen die Gebiete.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

USA schieben früheren Nazi-Kollaborateur nach Deutschland ab

USA schieben früheren Nazi-Kollaborateur nach Deutschland ab

Rückkehr der "Siedler" und "Desperados"

Rückkehr der "Siedler" und "Desperados"

Sonne, Strand und Meer: Beliebte Strandhotels auf Mallorca

Sonne, Strand und Meer: Beliebte Strandhotels auf Mallorca

Kindergartenfest Bücken

Kindergartenfest Bücken

Meistgelesene Artikel

„Tag des Motorsports“ lockt mehr als 6 000 Besucher

„Tag des Motorsports“ lockt mehr als 6 000 Besucher

Drei tolle Tage in Sulingen

Drei tolle Tage in Sulingen

Gourmetfestival-Premiere: „Hammer, Hammer, Hammer!“

Gourmetfestival-Premiere: „Hammer, Hammer, Hammer!“

Abi Wallenstein: Wie eine Wundertüte

Abi Wallenstein: Wie eine Wundertüte

Kommentare