Fachausschuss einstimmig für neues Konzept

Rettungsdienst: Breiter Konsens

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Fachausschuss befürworten einstimmig das neue Konzept zum Rettungsdienst.

Syke-Barrien - Von Anke Seidel. Kräftiger Rückenwind für den Bedarfsplan Rettungsdienst: Einstimmig haben die Mitglieder des Fachausschusses für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit gestern unter der Leitung des Ausschuss-Vorsitzenden Dr. Marco Genthe (FDP) das neue Konzept befürwortet. Gleichwohl wollen sie einzelne Bereiche aufmerksam im Auge behalten – zumal, wie Klaus Speckmann als Leiter des Landkreis-Fachdienstes Sicherheit und Ordnung erläuterte, der Bedarfsplan ohnehin nur Schritt für Schritt umgesetzt werden kann.

„Bauliche Maßnahmen und Einsatzfahrzeuge sind wenig problematisch“, stellte der Fachdienstleiter klar. Das Personal allerdings könne nicht „in einer Stufe“ gewonnen werden. Sage und schreibe 22 Vollzeitkräfte müssen laut dem aktuellen Konzept für den Rettungsdienst eingestellt werden.

Hintergrund: Sowohl das DRK (Deutsches Rotes Keuz) mit ihrer Rettungs- und Krankentransportgesellschaft als auch die Rettungsdienst-Gesellschaft des Landkreises Diepholz haben zwar die Ausbildung zum Notfallsanitäter (ein neuer Ausbildungsberuf) verstärkt, um den personellen Anforderungen besser gerecht werden zu können. Aber wegen des Wechsels von der zweijährigen Rettungsassistenten-Ausbildung zur dreijährigen Notfallsanitäter-Ausbildung können die ersten Auszubildenden in diesem neuen Beruf erst 2018 ihre Lehrzeit beenden.

Für die SPD-Fraktion stimmte Dirk Wehrbein dem neuen Konzept zu – will aber wachsam bleiben: „Wir müssen im Blick behalten, was da in Stemwede passiert.“

Denn der nordrhein-westfälische Landkreis Minden-Lübbecke plant die Verlegung des Rettungswagens, der jetzt von Haldem aus über die Landesgrenze den Bereich Lemförde mitversorgt, um etwa zehn Kilometer nach Süden zu verlegen.

Konzept ist schlüssig

Grundsätzlich komme der Landkreis mit diesem Konzept der gesetzlich geforderten Hilfsfrist „doch erheblich nahe“, zeigte sich Dieter Engelbart für die CDU-Fraktion zufrieden. Dass das Konzept schlüssig sei, beweise ja die grundsätzliche Zustimmung der Krankenkassen. Aber auch Engelbart riet dazu, nach wie vor alles im Blick zu behalten.

Heiner Lampe (CDU) blickte nachdenklich auf den nordwestlichen Bereich der Gemeinde Stuhr – sprich auf die Ortsteile Varrel, Moordeich und Groß Mackenstedt. Um genau die rettungsdienstlich besser versorgen zu können, wünschte er sich die Verlegung der Rettungswache nach Westen. „Es ist ein Bereich, den wir im Auge behalten müssen“, bestätigte Fachdienstleiter Klaus Speckmann. Sicherlich müsse man noch einmal mit der Stadt Delmenhorst sprechen. Gleichwohl habe die Verlegung eines Rettungswagens nach Brinkum die Situation schon deutlich verbessert.

„Insgesamt sind wir auf dem richtigen Weg“, lautete das Fazit von Hannelore Roitsch-Schröder (Grüne). Sie signalisierte die Zustimmung ihrer Fraktion.

Zufrieden mit dem Ergebnis zeigte sich auch Ausschuss-Vorsitzender Marco Genthe – insbesondere mit der Tatsache, dass die Krankenkassen als Kostenträger keine grundsätzlichen Bedenken angemeldet haben. Er zollte Fachdienstleiter Speckmann Lob für dessen Verhandlungen.

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