Reparaturcafé in der Alten Posthalterei

Sie retten, was zu retten ist

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Wasserkocher, Toaster, Uhr: Beim Reparaturcafé bekommen sie eine zweite Chance. 

Syke - Von Angelika Kratz. Alles, was Mann oder Frau mit zwei Händen tragen kann und im Bereich elektrischer Geräte, Uhren oder sogar Spielzeug beschädigt ist, hatte am vergangenen Sonnabend eine zweite Chance. Das Reparatur-Café öffnete wieder seine Tür in der Alten Posthalterei gleich neben Sykes Rathaus.

Trotz des Schietwetters mit anhaltendem Nieselregen hatte die neunköpfige Mannschaft um Koordinator Gerd Welde alle Hände voll zu tun. „Chef“ Friedrich Rauschenberger war an diesem Morgen aus persönlichen Gründen nicht anwesend, aber in seiner mittlerweile gestandenen Crew von meist elf Helfern übernahm eben ein anderer die Regie.

„Rüdiger, nimm diesen Stecker“, gab es den fachmännischen Rat quer über den Tisch. Auf der einen Seite galt es, einer betagten Stereoanlage mit ihrem Plattenspieler wieder neues Leben einzuhauchen, auf der anderen Seite drehte ein Aktenvernichter rückwärts durch. „Das klingt nicht gesund“, kommentierte der Fachmann an der Seite. Aber schnelles Aufgeben gehört nicht zu einem Reparatur-Café.

Jeden zweiten Sonntag im Monat Treffen

An jedem zweiten Sonnabend im Monat treffen sich die ehemaligen Elektriker und Co. in der Alten Posthalterei an der Waldstraße. Herbert Eller hatte den jüngsten Termin genutzt und sich mit vier Uhren auf den Weg gemacht. Zu seiner großen Freude konnten drei der guten Stücke wieder in Stand gesetzt werden. „Das ist toll, und auf die eine Uhr kann ich gut verzichten“, strahlte der Syker.

Kaffee für alle gab es zwischendurch, und so manchen fachmännischen Austausch. Nur kaputte Teddybären können die Ehrenamtlichen Fachleute nicht retten, denn mit Nadel und Faden umgehen muss eine andere Seite. Aber dem vertrauten Staubsauger, Wasserkocher oder der Kaffeemaschine noch einmal eine Chance geben, dafür ist das Reparatur-Café unter dem Motto „Reparieren statt wegwerfen“ bereit.

Nächster Termin ist der 13. Mai zwischen 9.30 und 12 Uhr. Wer Lust zum Zuschauen hat oder zum Lernen, darf ruhig dabeibleiben, ansonsten dürfen die Kunden ihre „Kranken“ abgeben und zwischendurch einkaufen gehen.

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