Regina Barg stellt ihr Schulprojekt vor

Keine Angst vor schwerer Handarbeit

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Regina Barg

Syke - Von Dieter Niederheide. Mit 170 Kindern, vier neuen Lehrkräften und damit insgesamt 16 sowie einer dritte Köchin startet die Da-Vinci-International-Model-School in Ghanas Hauptstadt Accra am 1. September in die neue Schulzeit. Dann ist auch Regina Barg, Gründerin und Schulleiterin der Schule, wieder von ihrem Heimaturlaub in Syke/Bassum zurück. Am Donnerstag referierte sie im Spieker beim Café „Alte Posthalterei“ über das Projekt. Das Interesse war so groß, dass noch Stühle geschleppt werden mussten.

Der Schulleiterin aus Afrika zur Seite stand Ralf Stege, Vorsitzender des Fördervereins School for Ghana. Der unterstützt die Arbeit materiell und ideell.

Es war eine spannende Geschichte, die Regina Barg – untermalt mit 50 eindrucksvollen Bildern – ihren vielen Zuhörern präsentierte. Mit zwei Koffern sei sie damals in Accra angekommen, in einer Stadt „die nie schläft“. Die Leute in Accra staunten über die weiße Frau, die handwerklich anpackte und beim Aufbau „ihrer“ Schule keine schwere Arbeit scheute. Inzwischen hat sich die Einrichtung längst etabliert –¨von der Krippe bis zum 4. Grundschuljahr. Regina Barg: „Es fehlen uns noch zwei Klassen.“ Stolz sind die Kinder auf ihre orangefarbene Schuluniform. „Uniformen sind in Ghana wichtig“, sagt die Schulleiterin, „die Menschen zahlen lieber Geld für die Uniform, statt für Unterrichtsmaterial“. Lob zollt die ehemalige Lehrerin der Lukas-Schule Bassum ihren einheimischen Lehrkräfte, für die sie auch Fortbildungen anbietet. Sie unterrichten im künstlerischen wie im musischen Bereich, in Sport oder Englisch und dank eines alten Laptops aus Deutschland gibt es auch eine Computer-AG. Regina Barg gibt Deutschunterricht. Ihre Erfahrung nach steht Deutschland in Ghana hoch im Kurs. Allen Schwierigkeiten zum Trotz ist der Ausbau weiterer Klassenräume vorgesehen, er hat bereits begonnen. Dazu Ralf Stege: „Wir unterstützen die Schule auch dabei.“ Die tägliche warme Mahlzeit für die Kinder wurde bis lang von Köchinnen im Freien gekocht. Regina Barg: „Das wurde uns untersagt, deshalb wurde mit einem überdachten Anbau Abhilfe geschaffen.“ Auch dafür gab es eine finanzielle Unterstützung durch den Förderverein. Der Förderverein freue sich über jede Spende für die Da Vinci School in Accra: „Man muss nicht unbedingt Mitglied im Förderverein sein um zu spenden.“

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