Realschule startet Pilotprojekt: Klasse wird mit iPads ausgerüstet

Per Wischbewegung in ein neues Zeitalter?

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Klassenlehrer Andreas Klein zeigt den Umgang mit dem Tablet. Alle Schüler der Klasse 8a haben ab sofort immer ein iPad dabei. Mit dem Tablet-Computer soll die Internet-Recherche intensiviert und die Medienkompetenz der Jugendlichen erhöht werden.

Von Frank Jaursch. Wer weiß? Vielleicht blickt man in ein paar Jahrzehnten auf die Klasse 8a der Realschule Syke zurück – die erste Klasse, die in Syke komplett mit Tablet-Computern ausgestattet wurde und damit den ersten Schritt in ein neues Zeitalter machte.

Wischbewegung statt Umblättern: Die Achtklässler sind Teil des Pilotprojektes, das die Realschule unter Schulleiter Rolf Rosenwinkel in das neue Schulprogramm (wir berichteten) integriert hat. Wenn der Test erfolgreich ist, soll möglicherweise eine zweite Klasse ausgerüstet werden.

Möglich ist dieses Pilotprojekt nur durch finanzielle Unterstützung durch die Stadt geworden; Bürgermeisterin Suse Laue schaute den Achtklässlern bei ihren ersten Gehversuchen schon mal über die Schulter.

Das iPad, das die Jugendlichen jetzt ständig dabei haben sollen (und auch mit nach Hause nehmen dürfen), „ist im Grunde nur so etwas wie ein zusätzliches Heft“, sagt Klein. Mit ein paar Neuerungen, klar. Im schulinternen WLan können die Schüler ins Internet gehen, das Medium für eigene Recherchen nutzen.

Oder – wie am Tag der iPad-Aushändigung – mit wachsender Begeisterung die vielen Funktionen kennenlernen. Die Resonanz jedenfalls, bestätigt der Klassenlehrer, war groß unter den Schülern. „So groß, dass ich sogar kurz die Kamerafunktionen ausschalten musste…“

Denn zum Spaß sind die Geräte natürlich nicht angeschafft worden. „Es geht um die Förderung der Medienkompetenz“, erklärte Schulleiter Rolf Rosenwinkel. Nicht nur die Suche nach Informationen im Internet ist damit gemeint, sondern auch das Erstellen von Präsentationen oder der routinierte Umgang mit der Anwender-Software.

Die Apps (die Anwendungen auf dem Tablet) sind zentral aufgespielt worden. Die Installationen eigener Apps ist den Jugendlichen nicht möglich.

Die ersten Schritte liegen hinter den Schülern. Wie groß der Einfluss und letztlich der Nutzen ist, wird man erst im Lauf der Zeit abschätzen können. Fest steht: Die Syker Realschüler sind ganz vorn dabei.

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