Spaß im Dorfgemeinschaftshaus Heiligenfelde: Schulkinder spielen Theater

Rätselhaftes in „Almas Kiosk“

Das Ensemble der Theater-AG der Heiligenfelder Grundschule hatte sichtbar Spaß am Spiel in dem Kriminalstück „Tote schmieren keine Brote“. - Foto: Husmann

Heiligenfelde - Von Detlef Voges. Ein Krimi? Sicher doch bei einem Titel wie „Tote schmieren keine Brote“. Aber die jüngste Aufführung der Theater-AG der Astrid-Lindgren-Grundschule Heiligenfelde lebte ja mehr noch von den gefühlten Zwischentönen und der forschen Ironie im Multikulti-Land.

Der Mann vom Bosporus hätte in dem Stück vielleicht eine Majestätsbeleidigung gesehen, das Publikum im gut besuchten Dorfgemeinschaftshaus unterhielt sich am Freitagabend einfach nur prächtig und freute sich über spielfreudige Schüler.

Gleich zum Auftakt wurde es kultig. Zur Einstimmung erklang Henry Mancinis Musik aus den „Pink Panther“-Filmen. Ein deutlicher Wink an die Zuschauer, sich auf eine Komödie einzustellen als auf einen ernsten Krimi.

Durchaus passend auch für ein Schülerensemble aus dem Grundschulbereich, das mitunter verständlicherweise mit Stimme, Text und Akustik zu kämpfen hatte. Was dominierte, war jedoch stets der Spaß am Spiel. Dafür gab es auch zwischendurch Applaus und am Ende herzliche Worte vom Schulleiter.

Worum geht es? Eigentlich um Brötchen. Eine ganze Ladung davon ist jedenfalls in der Schule zum Ungemach des Hausmeisters aus „Almas Kiosk“ verschwunden. Und mit den Brötchen auch die Frau des Hausmeisters.

Die Schuldetektive wittern ein Verbrechen, weil sie den Hausmeister in einem verdächtigen Gespräch mit dem Schulleiter gesehen haben.

„Einer von Euch hat meine Brötchen gestohlen und meine Frau auch“, schreit der Hausmeister die Schuldetektive an. Die kenne er doch vom Sehen, meint einer von ihnen, die wolle bestimmt keiner haben.

Die Polizei übernimmt den Fall. Der Direktor klärt derweil die Versicherungsfrage wegen der Brötchen ab, denn der Hausmeister habe die ja „alleine gelassen“.

Die Schuldetektive spielen Columbus. Nein Columbo, korrigiert Detektivin Laura. Und wer führt die Amateur-Columbos an? Keinesfalls Ali. „Der ist doch Türke“, sagt Schuldetektivin Anne schmunzelnd. Mit diesen ironischen und ernstfreien Seitenhieben ist das Stück angereichert. Da nehmen sich alle Beteiligten wohltuend auf die Schippe.

Auch, was den Schulalltag anbelangt: Der Direktor, steif mit Fliege und Anzug, ganz Autorität, die Lehrerin befehlend, der Hausmeister devot im blauen Kittel. Allein Schüler und Gäste halten dagegen mit Götze-T-Shirt, verspiegelten Sonnenbrillen und Ali im Deutschland-Shirt.

Buntes Miteinander ohne politisches Zerrbild. Natürlich kommt auch alles ins Reine. Die tot geglaubte Hausmeisterfrau taucht quicklebendig wieder auf. Sie hatte die Brötchen einem Altenheim gestiftet und damit ihren geizigen Mann strafen wollen, der sich an einem Fest für die Senioren nicht beteiligen wollte.

Ängste plagen Frau Reibeis, die Lehrerin, hatte sie doch den Hausmeister für Arbeiten im eigenen Garten abkommandiert. Das komme doch hoffentlich nicht in die Zeitung, meint die Pädagogin. Sicher nicht, entgegnet der Schulleiter. Das sei dann doch wohl zu unbedeutend.

Da irrt der Direktor aber.

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