Stumpenhausens stellen in der Bibliothek aus

Quilt und Bild – von Mutter und Tochter

Gisela (r.) und Birthe Stumpenhausen zeigen ihre Werke in der Ausstellung „Mutter und Tochter“ in der Stadtbibliothek. - Foto: fj

Syke - Von Frank Jaursch. Familienbande sind eine erstaunliche Sache. Zwischen Geschwistern oder Eltern und ihren Kindern entsteht manchmal ein unsichtbares Band, eine unausgesprochene Übereinkunft, eine selbstverständliche Harmonie. Das führt mitunter zu ganz bemerkenswerten Ergebnissen. Ein solches Ergebnis ist in der Stadtbibliothek zu sehen.

Seit kurzem stellen dort Gisela und Birthe Stumpenhausen aus. „Mutter und Tochter“ ist die Ausstellung folgerichtig betitelt. Darin treten Kunstwerke in Beziehung zueinander, die ganz unterschiedlich und einander doch manchmal so ähnlich sind: die aufwändig erstellten Quilts von Gisela Stumpenhausen – und die Bilder und Objekte ihrer Tochter.

Erstmals stellt das Familienduo gemeinsam aus. „Wir ticken gleich“, sagt Birthe Stumpenhausen, „haben beide ein ähnliches Farbempfinden.“ Aber wie würde das gemeinsame Aufhängen der Werke in der Bibliothek klappen, die Suche nach dem rechten Werk am rechten Ort? Ganz hervorragend, stellte das Duo fest.

„Das war ein schönes Miteinander“, schwärmt die 73-Jährige. Immer wieder korrespondieren die Farben von Bild und Quilt miteinander und mit der Umgebung in der Bibliothek. Dabei sei die Umgebung durchaus „ein schwieriges Ambiente“, findet Tochter Birthe. Schließlich dürften die Werke zwischen den Bücherregalen nicht untergehen. „Man muss entdecken wollen.“

Eigentlich hat schon jeder für sich eine ganze Menge zu bieten – die stimmungsvollen Stoff-Kunstwerke von Gisela Stumpenhausen, in denen sie zum Beispiel die Flüchtlingsthematik visualisiert. Oder die Bilder und Objekte, in denen ihre Tochter die Farbigkeit von Strandgut aufnimmt und auf Leinwand oder Holz wiedergibt.

Das Besondere ist indes, wie das Nebeneinander der beiden Künste funktioniert. „Eine tolle Kombination“, findet Bibliotheksleiterin Jutta Behrens. Unter den Stücken, die alle auch zum Verkauf stehen, hat sie ebenso einige Favoriten gefunden wie Bürgermeisterin Suse Laue.

Die Ausstellung „Mutter und Tochter“ ist noch bis Ende Januar in der Bibliothek zu sehen.

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