Werner Nadolnys Jane begeistert mit Neuheiten und Klassikern

Quer durch die Musikgeschichte in der Kreissparkasse Syke

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Werner Nadolnys Jane ließen im Saal der Kreissparkasse harte Gitarrenriffs erklingen. Der Power-Rock der Hannoveraner brachte die Gäste zum Tanzen.

Syke - Von Anika Bokelmann. Einen Streifzug durch die vergangenen fünf Jahrzehnte der Rockmusik unternahm Werner Nadolnys Jane zusammen mit ihrem Publikum. Das Quintett ist seit vielen Jahren für seinen psychodelischen, aber auch romantisch angehauchten Rock bekannt. Freitagabend begeisterten die Musiker 200 Gäste im Veranstaltungssaal der Kreissparkasse in Syke.

Auf Einladung des Vereins Jazz-Folk-Klassik (JFK) machte die Hannoveraner Band bereits zum zweiten Mal Station in der Hachestadt – diesmal mit Stücken aus ihrem jüngsten Album „The Complete Journey“, das 2016 erschienen ist, sowie Songs aus den Gründungsjahren der Ursprungsformation.

Neben neuen Liedern wie „Another Day, another Way“ brachten harte Gitarrenriffs und Stakkato-Klänge bei Klassikern wie „Spacewater“ und „Angel of Death“ den ausverkauften Saal zum Beben. So hatte das Quintett, bestehend aus Sänger Torsten Ilg, Gitarrist Dete Klamann, Schlagzeuger Sven Petersen, Bassist Rolf Vatteroth und Keyboarder Jörg Rudolf, aus allen Phasen der Bandgeschichte Lieder zusammengestellt.

Kein bisschen müde

Während eingefleischte Jane-Fans sich bei „Lady“ aus den 70er-Jahren oder „Beautiful Lady“ aus den 80er-Jahren an ihre Jugend zurückerinnerten, erlebten andere Besucher die Band zum ersten Mal. So berichtete eine Frau, dass sie „einfach mal wieder Lust auf Power-Rock hatte“, die Formation selber aber nicht kenne. „Ich fand die Musik in den 70ern schon toll. Endlich erlebe ich Jane einmal live“, war an anderer Stelle zu hören. Der Altersdurchschnitt des Publikums, das das Konzert sitzend, stehend und tanzend erlebte, lag bei etwa 50 Jahren. Genau diesen runden Geburtstag feierte Drummer Petersen am Freitag – natürlich gab es ein Ständchen von Bandkollegen und Publikum.

Bühnenerfahren, aber noch kein bisschen müde und vor allem nicht leise präsentierte sich Nadolnys Jane. Aufgrund der Lautstärke ging sogar das Klatschen der Rockfans unter. Authentisch und voller Spielfreude, insbesondere bei den fast episch erscheinenden Vor- und Zwischenspielen, zeigten die Musiker ihr Können. Bereits zum Einstieg begeisterte Keyboarder Jörg Rudolf mit solistischen Orgelklängen bei „Here we are“ (1973) und bewies, dass er als Nachfolger für Werner Nadolny die richtige Wahl ist.

Zugabe durch „1922“

Der Namensgeber hatte sich Ende 2015 aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen. Mit Blick auf dessen Krankheit spielte Nadolnys Jane das Lied „Roses on the floor“. Dieses gehört zu einer CD, deren Erlös anteilig für die Forschung an Multipler Sklerose an der Uniklinik Göttingen gespendet wird.

Nach dem progressiven, aber stets melodischen und tiefgründigen Rock der Hannoveraner enterte ein jüngeres Quintett die Bühne der Kreissparkasse. Als Zugabe spielte „1922“. Die fünf Schülerinnen aus Bruchhausen-Vilsen gewannen im vergangenen Jahr den „Rosa“-Musikwettbewerb und werden am 25. Mai auf Einladung von JFK im Kreismuseum auftreten. Am Freitagnachmittag hatten sie zusammen mit Werner Nadolnys Jane ein paar Stücke gespielt und gaben zum Abschluss des Abends eine Kostprobe ihres sphärisch-rockigen Musikstils.

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