Das Kreismuseum widmet sich an vier Projekttagen zum Mitmachen der Geschichte des Wassers in der Region

Die Quelle des Lebens – früher rar, heute selbstverständlich

Die Museumspädagoginnen Sonja Pade (l.) und Bärbel Kröner (r.) haben sich viele Aktionen zum Thema Wasser überlegt. Unter anderem möchten sie mit ihren Gästen Wasser pumpen. - Foto: Husmann

Syke - Von Tobias Kortas. Wasser – Quell des Lebens: So heißt das Projekt, dem sich die Pädagoginnnen des Kreismuseums Bärbel Kröner und Sonja Pade verschrieben haben. Was relativ unspektakulär klingt, hat einen facettenreichen Hintergrund. Wo wir heutzutage nämlich oft verschwenderisch mit Wasser umgehen, war dieses Element vor 50 bis 100 Jahren noch ein rarer Rohstoff, den die Menschen nur äußerst sparsam verwendet haben.

Zum Thema Wasser haben Bärbel Kröner und Sonja Pade viel gelesen und recherchiert. Ihr Wissen möchten sie nun an vier Projekttagen spielerisch und vor allem mit vielen praktischen Inhalten an ein generationenübergreifends Publikum weitergeben. „Während die Kinder zum Beispiel gerne das Waschen wie früher mit dem Rubbelbrett ausprobieren, erinnern sich die alten Gäste dann an früher“, weiß Bärbel Kröner. Von diesen lasse sich noch einiges lernen. „Das ist ein Geben und Nehmen.“ Zum Auftakt der Projektreihe gibt es am Samstag, 16. Juli, von 14 bis 17 Uhr eine Führung durch das Ristedter Wassserwerk. Titel der Veranstaltung: Gewinnung des Wassers – früher und heute. Besonders Kinder können viel ausprobieren und erfahren, wie man Wassser von einem Brunnen und durch Pumpen gewinnt.

Spannend wird es auch am Samstag, 23. Juli, von 14 bis 17 Uhr: Dann geht es um die Nutzung des Wassers im Haushalt und zur Körperhygiene. Die Gäste können zum Beispiel praktisch erleben, wie ein Waschtag vor etwa 100 Jahren auf dem Land abgelaufen ist. „Man kann sich heute gar nicht mehr so recht vorstellen, wie schwer das Waschen damals war“, meint Bärbel Kröner. Das hätte für eine Familie oft vier Tage gedauert. „Deswegen haben die Leute damals auch nur alle vier Wochen gewaschen.“ Außerdem seien das Verhältnis zur Körperhygiene und die Sensibilität für Gerüche ganz anders als heute gewesen.

Am 4. September steht unter dem Mottto Wasser als Lebensraum ein Besuch an der Hache auf dem Programm. Nachdem der Weyher Gemeindearchivar Wilfried Meyer über die Geschichte der Hache geredet und Bilder dazu gezeigt hat, keschert die Gruppe Kleinstlebewesen aus dem Fluss und versucht, diese mit Lupen zu bestimmen. Den Abschluss bildet am 25. September ein Projekttag zur Nutzung des Wassers in der Landwirtschaft und im Garten – samt buttern machen.

Das Ziel des Projekts bringt Bärbel Kröner auf eine einfache Formel: Zu wissen, wie sparsam der Umgang mit Wasser früher war und zu schätzen, wie viel Wasser heute wie selbstverständlich zur Verfügung steht. Sie möchte auch, dass Eltern ihre Kinder für einen bewussten Umgang mit Wasser sensibilisieren. Sie selbst geht da mit gutem Beispiel voran. „Ich lasse während des Einseifens unter der Dusche das Wasser nicht laufen, mache nicht täglich meine Waschmaschine an, sondern sammle die Kleidung, und gieße meine Pflanzen nicht immer.“

Für die Aktionen müssen die Gäste jeweils nur den Museumseintritt (Erwachsene: zwei Euro, Kinder: einen Euro) zahlen. Eine Anmeldung ist erwünscht unter 04242/2527 oder per Mail

info@kreismuseum-syke.de

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