Quader voller Gold

Neo.studio aus Berlin wird den Anbau des Kreismuseums Syke gestalten

So könnte bald der Goldschatz in dem neuen Gebäude präsentiert werden. - Foto: Neo.studio

Syke - Von Julia Kreykenbohm. Sie hatten eine sowohl spannende als auch schwierige Aufgabe: Räume gestalten, die den Gesseler Goldschatz und die Pipeline-Archäologie möglichst ansprechend präsentieren, sie so zu konzipieren, dass die Besucher nicht nur viele Informationen spielerisch und einfach aufnehmen, sondern auch selber aktiv werden können und sich gerne dort aufhalten.

So lautete eine der Aufgabenstellungen der Jury an die sechs Teilnehmer im Gestaltungswettbewerb des Kreismuseums Syke. Das Rennen gemacht hat am Ende das Neo.studio aus Berlin. In der Sitzung des Betriebsausschusses des Museums ließ Christian Gießelmann vom Fachdienst Finanzen und Beteiligungscontrolling den Wettbewerb noch einmal für die Ausschussmitglieder Revue passieren.

Dieser hatte es wirklich in sich. Die Teilnehmer waren mit einem ganzen Katalog an Anforderungen konfrontiert: Es sollten unter anderem interaktive Elemente eingebracht, das Café sollte bei der Planung mit berücksichtigt werden, und das Ganze durfte das Budget von 511 000 Euro nicht sprengen.

Neo.studio setzt auf quaderförmige Körper

Am Ende reichten fünf Anbieter Entwürfe ein, die Gießelmann alle einmal im Schnelldurchlauf zeigte. Die einen hatten auf Bauwerke im Bauwerk gesetzt, die anderen hätten den Goldschatz gern auf einem Podest gesehen, das durch viel Licht von der Decke bestrahlt wird und schon fast an einen Altar erinnert. Das Neo.studio setzt auf quaderförmige Körper, die sich überall finden: als Sitznischen in den Wänden und bei der Präsentation der Exponate.

Für diesen Entwurf erhielten sie die Zustimmung der fünfköpfigen Jury bei nur einer Enthaltung. In der Begründung heißt es unter anderem, dass er „durch spielerische Haltung und interaktive Elemente besticht und zum Entdecken einlädt“.

Allerdings hat die Jury auch noch einige Änderungswünsche, die das Neo.studio einfließen lassen soll. „Wird uns das denn mehr kosten?“, wollte ein Ausschussmitglied wissen. Gießelmann verneinte. Das Architekturbüro habe sich auch sehr offen gegenüber den Anregungen gezeigt. Am Ende sprach sich der Betriebsausschuss dafür aus, auch künftig die Entwicklung des Neubaus des Kreismuseums Syke zu begleiten.

Die Jury war vom Entwurf überzeugt

2019, hoffen die Verantwortlichen, soll das Goldschatz-Museum eröffnet werden. Das Büro Freitag-Hartmann-Sinz aus Berlin hatte im vergangenen November mit seinem Entwurf des Neubaus den damaligen Architekturwettbewerb gewonnen. Ein archaischer Monolith in Backstein-Optik soll die Goldschatz-Präsentation und die Pipeline-Archäologie am Kreismuseum Syke beherbergen. Sage und schreibe 115 Wettbewerbsbeiträge waren eingegangen.

Überzeugt war die Jury vom archaischen Monolith-Entwurf von Freitag-Hartmann-Sinz, weil er sich wie selbstverständlich an den westlichen Teil des bestehenden Ausstellungsbereichs im Kreismuseum anschließe und geschickt die Sichtbeziehungen der Ebenen untereinander berücksichtige. Die Brücke schlägt ein Treppen-Ensemble in Höhe des zukünftigen Cafés. Von dort haben die Besucher auch einen Blick in das idyllische Hachetal.

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