20 Monate Gefängnis für 44-Jährigen

Wohnmobil ergaunert

Syke - Von Dieter Niederheide. Zu einem Jahr und acht Monaten Gefängnis ohne Bewährung hat das Amtsgericht Syke einen vielfach vorbestraften Angeklagten (44) aus dem Raum Hamburg verurteilt. Der aus der Haft vorgeführte Mann war angeklagt, im September 2015 in Barrien ein Wohnmobil im Wert von rund 60 000 Euro ergaunert und später verkauft zu haben.

Damit blieb das Gericht knapp unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die ein Jahr und zehn Monate ohne Bewährung gefordert hatte.

Mit einem gefälschten slowenischen Führerschein hatte der Mann damals das Wohnmobil gemietet. Er setzte sich ans Steuer und fuhr damit weg, obwohl er in Wirklichkeit seit Jahren schon keine Fahrerlaubnis mehr hatte.

Das Fahrzeug soll wenig später in den Niederlanden sichergestellt worden sein. Laut Anklage hatte der Mann es dorthin verkauft und den Vertrag mit falschem Namen unterschrieben. Betrug, Urkundenfälschung und Fahren ohne Führerschein räumte der Angeklagte ein.

Wert von rund 52 .000 Euro

In einer zweiten Anklage wurde ihm zur Last gelegt, ebenfalls in Barrien ein Wohnmobil im Wert von rund 52 .000 Euro gestohlen zu haben. Er sei „irgendwie“ an den Fahrzeugschlüssel gekommen. Auch dieses Fahrzeug soll er verkauft haben.

In diesem Fall bestritt der Angeklagte jedoch den Diebstahl. Er habe den Fahrzeugschlüssel von einem Ausländer bekommen mit dem Auftrag, den Wagen vom Gelände in Barrien abzuholen. Das habe er getan und den Wagen an den Mann übergeben. Dafür seien ihm 1500 Euro gezahlt worden.

Der Richter machte in der Urteilsbegründung klar, dass der Verurteilte mit hoher krimineller Energie vorgegangen sei. Die Tat sei von langer Hand vorbereitet gewesen, schließlich habe man die falschen Papiere besorgen müssen. Es seien keine Zufallstaten gewesen.

Zu den Tatzeiten 2015 stand der 44-Jährige mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten unter Bewährung. Derzeit verbüßt er eine längere Freiheitsstrafe und steht demnächst erneut als Angeklagter vor Gericht. Angesichts dieses weiteren Strafverfahrens und des dort zu erwartenden Urteils hatte seine Verteidigerin eine Strafe im unteren Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten gefordert.

Rubriklistenbild: © dpa

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