Privater Kindergarten in Osterholz bereitet Party zum 20. Geburtstag vor

Grashüpfer freuen sich auf Besuch und viele Ehemalige

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Ute Hannekum Schmidt (links), Antje Meimke (rechts) und Jutta Quebbemann (Mitte) stellen aus alten Fotos und Zeitungsausschnitten gerade die Geschichte der Grashüpfer zusammen. Dabei haben sie engagierte Unterstützung.

Osterholz - Von Michael Walter. Das Stöbern in alten Fotos steht bei Ute Hannekum-Schmidt und Jutta Quebbemann in diesen Tagen hoch im Kurs. Hannekum-Schmidt ist seit 14 Jahren Erzieherin am Kindergarten Grashüpfer in Osterholz und Quebbemann ist die Gründungsvorsitzende des Trägerverein. Beide bereiten gerade den 20. Geburtstag der privaten Kita vor.

„Wir hätten damals nie gedacht, dass es den Kindergarten so lange geben würde“, sagt Quebbemann. Aus Unzufriedenheit mit dem städtischen Angebot hatte sie 1994 mit einer Hand voll anderer Eltern die Initiative ergriffen. In Syke, Wachendorf oder Okel hätten ihre Kinder unterkommen können. Doch dort waren die Kitas voll und den Osterholzer Eltern dadurch die Gruppenstärken viel zu groß. Daher beschlossen sie, selbst eine kleine Kindertagesstätte zu betreiben. Leuchtendes Vorbild auf dem Weg dorthin waren ihnen die Ristedter Rübchen, die erst kurze Zeit zuvor als privat geführter Kindergarten gegründet worden waren. Und nach intensivem Austausch mit dem Ristedter Elternverein gründeten die Osterholzer am 1. April 1994 den Trägerverein „Privater Kindergarten Grashüpfer e.V.“. Doch bis ein geeignetes Haus gefunden und umgebaut war, vergingen noch anderthalb Jahre.

„Am 1. November 1995 sind wir mit zehn Kindern gestartet“, erinnert sich Quebbemann. „Das war ziemlich aufregend. Zu unserem Konzept gehört, dass immer ein Elternteil bei der Betreuung mitarbeitet. In den ersten 14 Tagen hatte das eine Oma gemacht, damit alle Eltern Zeit hatten, ihre Kinder in Ruhe zum Kindergarten zu bringen.“

„Für die Stadt war das damals die billigere Lösung, als selbst einen neuen Kindergarten zu bauen“, hakt Hannekum-Schmidt ein. „Deshalb haben uns Verwaltung und Politik von Anfang an unterstützt.“

Das ist bis heute so geblieben: Rund die Hälfte des Grashüpfer-Etats kommt als Zuschuss vom Land Niedersachsen und der Stadt Syke. Die andere Hälfte besteht zum überwiegenden Teil aus Spenden und den monatlichen Kita-Gebühren der Eltern. „Die Vereinsbeiträge fallen dagegen kaum ins Gewicht“, sagt die aktuelle Vorsitzende des Trägervereins, Antje Meimke.

Genau 68 Kinder aus 40 Familien sind in den letzten 20 Jahren bei den Grashüpfern gewesen. „Und jetzt wollen wir mal kucken, ob wir die noch alle wiedererkennen“, lacht Jutta Quebbemann. Denn alle Ehemaligen sind zur Geburtstagsfeier eingeladen worden. Und weil der November für so einen Anlass eher kalt und ungemütlich ist, haben die Grashüpfer ihre Geburtstagsparty kurzerhand auf den 6. Juni vorverlegt. Meimke lacht: „Wir haben blauen Himmel und 22 Grad bestellt.“

Der Rahmen für die Party steht schon fest: Die Feier beginnt um 11 Uhr mit einem Empfang für geladene Gäste, Ehemalige, Förderer und Sponsoren. Um 12 Uhr schließt sich nahtlos der öffentliche Teil an mit Essen und Getränken und Spielen für die Kinder. Kaffee und Kuchen am Nachmittag sind gratis.

Schon jetzt steht fest: Das Haus wird voll. Hannekum-Schmidt: „Bisher haben wir 120 Anmeldungen – plus Kinder.

Und wie geht es danach weiter? „Für die nächsten sechs Jahre sind wir noch gut ausgelastet“, sagt Hannekum-Schmidt mit Blick auf die Geburtenstatistik. „Was danach kommt, werden wir sehen. Und wenn die Grashüpfer eines Tages nicht mehr gebraucht werden, dann ist das eben so.“

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