Erste Gästeführung von Ernst Bochnig und Friedrich-Wilhelm Wilkens

Gästeführer-Premiere in großer Runde

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Mit so viel Resonanz hatte Ernst Bochnig (links mit Tasche) nicht gerechnet: Seine Ausführungen zur Geschichte der Plackenstraße verfolgten etwa 50 Zuhörer.

Syke - Von Frank Jaursch. „Ein paar Gäste sollten schon kommen. Zweistellig wäre schön.“ Mit dieser Einstellung war Ernst Bochnig in seine erste Veranstaltung als Gästeführer in Syke gegangen. Am Ende wurde es für ihn und den zweiten Syker Gästeführer-Neuling Friedrich-Wilhelms Wilkens eine Premiere in erstaunlich großer Runde: Rund 50 Interessierte nahmen an der zweistündigen Führung über die Plackenstraße und den Bahnhof teil.

Dass seine Erwartungen so sehr übertroffen wurden, begeisterte Bochnig. Er hatte Anfang des Jahres an der Ausbildung zur Qualifizierten Gästeführung der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) teilgenommen. Die Experten und alten Gästeführungs-Hasen hatten dem Syker das Rüstzeug an die Hand gegeben, um nun auch vor vielen Zuhörern zu bestehen.

Zum Beispiel: Beim Erklären nicht den Gästen, sondern lieber den beschriebenen Gebäuden den Rücken zuwenden. „Man ist doch eigentlich geneigt, zum Objekt der Erklärungen zu gucken“, so Bochnig.

Als Prüfungsaufgabe hatten die angehenden Gästeführer den Auftrag bekommen, selbst eine Führung zusammenzustellen. „Und die Gästeführer in Syke sind wirklich gut, die haben schon Dutzende Themen gehabt“, lobt Bochnig. Auf seiner Suche nach einem neuen Thema fiel ihm die Plackenstraße „in die Hände“.

Plackenhof erstmals 1562 erwähnt

„Der Plackenhof wurde 1562 erstmals erwähnt“, zitierte Bochnig aus seinem umfassenden Wissen, das er in 25 Jahren aus Zeitungsausschnitten und historischen Büchern angesammelt hat. In der Folge hangelte er sich an der Geschichte und den Geschichten rund um die Straße und ihre Bewohner entlang.

Dabei konnte er sich nicht nur des Interesses seiner Zuhörerschaft sicher sein – einige Teilnehmer hatten als ehemalige Bewohner der Straße sogar eigene Anekdoten beizutragen. „Die sind alle mitgegangen“, sagt Bochnig, „das hat auch mir unheimlich Freude bereitet.“

Nach einer Stunde begann der zweite Teil der Führung: Wilkens brachte nach einem kurzen Marsch zum Bahnhof den unverändert zahlreichen Gästen die Geschichte des Bahnhofsbaus und der Eisenbahnstrecke Bremen–Osnabrück näher, hatte zahlreiche Einzelheiten zu den Unwägbarkeiten der alten Zeiten und zur Architektur des Gebäudes parat und brachte den Zuhörern zugleich die Entstehungsgeschichte der Kleinbahn Hoya-Syke-Asendorf und über den Betrieb am Bahnhof Syke früher und heute näher.

Ernst Bochnig und Friedrich-Wilhelm Wilkens konnten sich nach zwei Stunden über eine sehr gelungene Premiere als Syker Gästeführer freuen.

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