Regionales Umweltbildungszentrum im Kreismuseum

Praktisch erleben: Strom aus Licht und Wind

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Ronja und Johanna können jetzt jedenfalls mitreden, wenn über Energie aus Strom oder Wind gesprochen wird.

Syke - Von Horst Meyer. Johanna und Ronja pusten um die Wette. Jede hat vor sich ein kleines Windrad. „Es reicht aus, wenn nur eine von euch pustet“, erklärt Sabine Schmidt-Jacob. Der in dem einen Windrad durchs Pusten erzeugte Strom reicht aus, um das zweite Windrad anzutreiben. Wieder was gelernt!

Johanna und Ronja gehören zur Jugendgruppe des Syker Nabu. Sie besuchen zusammen mit ihrer Gruppe das Regionale Umweltbildungszentrum im Syker Kreismuseum. Einer von 61 sogenannten außerschulischen Bildungsstandorten in Niedersachsen.

Sabine Schmidt-Jacob ist von der Landesschulbehörde zusammen mit ihrer Kollegin Kirsten Henkel-Reinshagen mit einem Teil ihrer Arbeitszeit freigestellt. In dieser Zeit bieten sie Kita-Gruppen, Schulklassen und anderen Kinder- und Jugendgruppen Bildung für nachhaltige Entwicklung anhand praktischer Beispiele.

Für die Nabu-Gruppe dreht sich an diesem Tag zwei Stunden lang alles um die Themen Solar und Wind, also um erneuerbare Energien.

Marten und Thore haben über einen Strahler und Solarmodule ein Radio zum Laufen gebracht. Kleine Fahrzeugmodelle mit Solarmodulen werden mit Hilfe von Taschenlampen in Bewegung gesetzt und liefern sich einen Wettkampf untereinander. Birgit Fellermann vom Nabu stoppt die Zeiten. In weiteren Versuchen wird Wind über ein Solarmodul erzeugt oder auch ein Modellfahrzeug über Solarmodule geladen. Dabei erfahren die Kinder, wie unterschiedlich lange das Fahrzeug läuft, wenn es jeweils eine Minute lang über nur eines oder mehrere Solarmodule geladen wird.

„Bei den außerschulischen Lernstandorten handelt es sich um eine niedersächsische Besonderheit“, erklärt Sabine Schmidt-Jacob. „Das gibt’s in keinem anderen Bundesland. Der Fokus liegt auf dem praktischen Erleben für die Schüler.“ Die Kreissparkasse Syke sponsert die Beschaffung von Versuchsmaterial. „Dadurch können wir die Kosten für die Teilnehmer gering halten.“

Je nach Anforderung stehen Versuche zur naturwissenschaftlichen Grundbildung bereit, aber auch Waldpädagogik und Landwirtschaft sind Themenbereiche, zu denen experimentiert und geforscht werden kann. Bis hin zur Wasseruntersuchung an der Hache bietet sich ein breites Spektrum.

„Durch die Anbindung ans Kreismuseum sind auch praktische Übungen zur Stromerzeugung und –nutzung wie früher möglich. Wir stellen dafür alte Gerätschaften zur Verfügung.“ berichtet Museumsleiter Ralf Vogeding. Er weist darauf hin, dass das Regionale Umweltbildungszentrum bereits seit mehr als 20 Jahren im Museum beheimatet ist. Auch ihm ist das praktische Erleben sehr wichtig.

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