Pluto auf dem Hohen Berg

Syker Gymnasiasten erstellen Modell vom Sonnensystem

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Die Schüler vom Syker Gymnasium haben sich für die Projekte das maßstabsgetreue Modell des Sonnensystem vorgenommen. Die Idee kam von Lehrer Ulrich Bremeier (hinten 2.v.r.).

Syke - Von Robin Grulke. Wie weit ist der Zwergplanet Pluto eigentlich von der Sonne entfernt? Unfassbar weit, würde manch einer mutmaßen. Falsch: Mit einem cleveren Modell machen Schüler vom Gymnasium unser Sonnensystem greifbar, passender Maßstab inklusive. Syke kann sich nun auf einen Crashkurs in Sachen Astronomie freuen – weit verteilt über das Stadtgebiet.

Eine Projektwoche kann für vieles gut sein: Spaß, Bildung am praktischen Beispiel und einen besonders lockeren Umgang mit der Lehrkraft. Die Schüler der Klasse 10 F2 vom Syker Gymnasium haben die drei Punkte in dieser Woche erfolgreich kombiniert. Das Ergebnis ist ein Modell unseres Sonnensystems mit einheitlichem Maßstab.

Sonne als Gymnasikball, Planeten mit 3D-Druck

„Im Rahmen des Möglichen versuchen wir, realistische Distanzen darzustellen“, sagt Lehrer Ulrich Bremeier. Die Sonne, ein großer gelber Gymnasikball, soll zwischen Gymnasium und Grundschule am Lindhof ihren festen Platz haben. Entlang einer Hecke stehen dann die inneren Planeten Merkur, Venus, Erde, Mars – allesamt am 3D-Drucker erstellt.

Die winzig kleinen Planeten ordnen die Schüler dann in maßstabgetreuen Abständen an – und verteilen sie dazu übers ganze Stadtgebiet. Der Mond dabei nur etwa 40 Zentimeter von der Erde entfernt, Jupiter findet hingegen seinen Platz gegenüber der Kreissparkasse, und Pluto erst auf dem Hohen Berg.

Inspiration bei Airbus

Solche Dimensionen kann man sich vorstellen, im Gegensatz zu den gigantischen Entfernungen im Weltall. Wer hat schließlich schon ein halbwegs konkretes Bild vor Augen, wenn er „fünf Milliarden Kilometer“ hört?

Die Plastik-Planeten bringen die Schüler an Holzpflöcken an, die sie in die Erde einsetzen. Jeder Planet erhält einen eigenen QR-Code, der beim Einscannen mit dem Smartphone Hintergrundwissen vermittelt: Eigenschaften des Planeten und Infos zur Projektarbeit. Während ein Teil der Klasse am Modell arbeitet, kümmert sich der Rest um die Erstellung der zugehörigen Website.

Während der Projektwoche holten sich die Schüler Inspiration bei Airbus. Bei einer Exkursion zum Luft- und Raumfahrtkonzern in Bremen staunten sie, als sie Raketenteile und ein begehbares Raumstationen-Modell inspizieren konnten.

Beim Erstellen des Modells haben die Gymnasiasten indes einiges dazugelernt: „Man hört zwar, dass die Erde eine Million mal in die Sonne passt“, erzählt der 15-jährige Max. „Aber es ist dann doch komisch, das in dem Modell auch zu sehen.“

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