Platz für die Zukunft 

Landesamt für Geoinformation und Stadt entwickeln Gewerbebauland

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Die grünen Flächen werden nun zu Gewerbegebieten umfunktioniert. Die anderen folgen eventuell in fünf Jahren. Das Gebiet liegt hinter dem Bahnhof, zwischen der Leerßer Straße und der Borgwardstraße.

Syke – Syke schafft Platz für die Zukunft, für Gewerbeerweiterungen, Existenzgründungen oder Neuansiedlungen. So kündigte die Stadt es bereits an. Nun wird es konkret: Es geht um das 21 Hektar große Gebiet hinterm Bahnhof, zwischen der Leerßer Straße und der Borgwardstraße. Die ersten zehn Hektar der Fläche sind nun gesichert und werden von der Stadt vermarktet. „Der Bebauungsplan stammt aus dem Jahr 1994. Die Stadtvorväter haben vorsorglich gedacht, und jetzt besteht Handlungsbedarf“, erläutert Bürgermeisterin Suse Laue die Historie um das Gebiet. Es gebe kaum Flächen, aber viel Nachfrage.

Um diesen Plan schnell und reibungslos umzusetzen, hat die Stadt sich externe Hilfe beim LGLN (Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen) geholt. Dieses hat als „unbeteiligter Dritter“ vermittelt und analysiert, so Holger Könemann vom Bereich Wertermittlung und Bodenordnung des LGLN. Die Zusammenarbeit habe laut Laue sehr gut funktioniert.

Teile des Gebietes gehörten bereits der Stadt (neun Hektar), diese bildeten aber keine zusammenhängende Fläche. Dazwischen befanden sich landwirtschaftliche Flächen, die Privatpersonen gehörten. Einige hat die Stadt erworben, berichtet Könemann. Andere Grundstückseigentümer wollten nicht verkaufen. Um jedoch einen Flickenteppich aus landwirtschaftlichen und Gewerbeflächen zu vermeiden, habe man sich für die vereinfachte Baulandumlegung, die normalerweise in Wohngebieten angewandt werde, entschieden, so Könemann: „Das ist ein gesetzlich vorgesehenes Grundstückstauschverfahren.“ Dieses habe in Absprache mit allen betroffenen Seiten sehr gut funktioniert, man habe einen Konsens gefunden.

Die landwirtschaftlichen Flächen werden auf den nördlichen Bereich verlegt, der südliche wird nun von der Stadt vermarktet. Einige Gewerbe haben schon Teile erworben, wie etwa die Firma Habu Granit. Interessierte können sich mit der Stadt in Verbindung setzen. Solange sie nicht vergeben sind, können die Landwirte die Flächen weiterhin nutzen.

Diese Regelung gelte erst einmal für fünf Jahre. Danach behält die Stadt sich vor, auch die nördlichen elf Hektar für die gewerbliche Entwicklung zu nutzen. Das hänge natürlich immer von der Nachfrage ab, sagt Laue.

Bereits 2016 wurde der Beschluss über die vereinfachte Umlegung gefasst. Dabei bietet die Stadt Ersatz für öffentliche Grünflächen an, „sie gibt also auch was“, so Könemann. Seit 2019 laufen Vermarktung und Straßenausbau. „Am 13. August wird der Melitta-Bentz-Ring eingeweiht“, berichtet Laue. Eine der ersten neuen Straßen, die den Namen einer Frau aus der Wissenschaft trägt. Was Kosten betrifft, geht die Stadt bei „plus minus Null“ raus, berichtet Peter Hübner, Bereich Grundstücks- und Gebäudemanagement. Insgesamt liege der Wert der Fläche jetzt bei rund 2,4 Millionen Euro.

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