Rückenwind für Umzug nach Bassum

VHS des Landkreises Diepholz plant großen Standortwechsel

Syke/Bassum - Von Anke Seidel. Die Volkshochschule (VHS) des Landkreises Diepholz plant einen großen Standortwechsel: Mit der gesamten Verwaltung und Seminarräumen will sie – wahrscheinlich in drei Jahren – von der Alten Posthalterei in Syke in die Oberschule in Bassum ziehen.

Ein ganzer Flügel mit rund 1 000 Quadratmetern Nutzfläche soll dem kreiseigenen Bildungsbetrieb dort zur Verfügung stehen. Politisch gab es am Dienstag Rückenwind für dieses Mammut-Projekt – auch wenn damit Renovierungskosten von bis zu drei Millionen Euro verbunden sind.

Einstimmig erteilten die Mitglieder des Betriebsausschusses, der unter der Leitung von Susanne Cohrs (SPD) im Syker Kreishaus tagte, der VHS-Leitung den Auftrag für weitere Planungen. Konkret sollen Thomas Hermenau (pädagogischer Leiter) und Sigmar Peukert (Verwaltungsleiter) schon in der nächsten Betriebsausschusssitzung Planungen zur Schaffung neuer Unterrichts- und Büroräume darstellen.

Noch zahlreiche Punkte zu klären

„Vom Grundsatz her können wir uns das gut vorstellen“, bewertete Frank Seidel (SPD) den Umzug des kreiseigenen Bildungsbetriebs in die Oberschule Bassum. Dafür seien allerdings noch zahlreiche Punkte zu klären.

Jutta Filikowski (Grüne) zeigte sich zunächst skeptisch: „Wir waren doch erschrocken über die hohen Baukosten“, blickte sie auf den Betrag von 2,3 bis drei Millionen Euro, den Mischa Flaspöhler als Leiter des Landkreis-Fachdienstes Liegenschaften genannt hatte.

Untermauert die Kreispolitik ihre aktuelle Weichenstellung mit einem konkreten Baubeschluss, hätte Flaspöhler mit seinem Team das dritte Bauprojekt an der Oberschule in Bassum zu realisieren. Denn die Umzugspläne der VHS sind eng verknüpft mit der Sanierung der Oberschule Bassum.

Hohe Investitionen in Bassum

Mehr als neun Millionen Euro investiert der Landkreis in die Sanierung des zu einem großen Teil maroden, vier Jahrzehnte alten Gebäudekomplexes. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten im ersten Bauabschnitt beginnen, an den sich nach dessen Fertigstellung 2019 der zweite Bauabschnitt anschließen soll. Ist er Mitte 2020 realisiert, könnte sich die Sanierung des Gebäudekomplexes für die VHS anschließen. Ein Umzug wäre 2021 denkbar, erklärte Flaspöhler.

Für den Landkreis Diepholz wäre es eine elegante Lösung, denn er könnte damit den Abriss des rechten Flügels an der Oberschule vermeiden. Genau der ist, so hat eine Berechnung der zukünftigen Schülerzahlen ergeben, nicht mehr erforderlich.

Vorteil für die VHS in Bassum: Sie könnte Mensa, Aula und Unterrichtsräume der Oberschule mitnutzen. Mit Seminarräumen bliebe sie aber auch weiter in Syke vertreten, betonte Thomas Hermenau auf Nachfrage. Auch die VHS-Räume im Bassumer Bahnhof blieben erhalten.

Rubriklistenbild: © Archiv: Seidel

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