Heiligenfelder Ortsrat macht Dampf

B-Plan für den Dorfkern

Skizzen, wie das Baugebiet Südlich der Königsstraße einmal aussehen könnte, gibt es bereits. Diese hier zeigt die aktuell favorisierte Version. Dem Heiligenfelder Ortsrat wäre es lieber, wenn es nach 15 Jahren Diskussion endlich auch einen Bebauungsplan gäbe, oder wenigstens einen Aufstellungsbeschluss dafür. Grafik: Stadt Syke, Bearbeitung: mwa
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Skizzen, wie das Baugebiet Südlich der Königsstraße einmal aussehen könnte, gibt es bereits. Diese hier zeigt die aktuell favorisierte Version. Dem Heiligenfelder Ortsrat wäre es lieber, wenn es nach 15 Jahren Diskussion endlich auch einen Bebauungsplan gäbe, oder wenigstens einen Aufstellungsbeschluss dafür.

Heiligenfelde – Die vom Stadtrat vorgegebene Entwicklung an der „Siedlungsachse“ Barrien-Syke-Heiligenfelde weckt beim Ortsrat Heiligenfelde Begehrlichkeiten. Ortsbürgermeister Wilken Hartje sieht Barrien und Syke mittlerweile mit Baugebieten gut versorgt. Seiner Meinung nach ist jetzt mal Heiligenfelde dran.

Die Planungen für das Baugebiet Heiligenfelder Kämpe in der Verlängerung des Mühlenwegs sieht Hartje dabei auf gutem Wege. Nicht so, das vom Ortsrat ebenfalls favorisierte Plangebiet Südlich der Königstraße, grob gesagt: zwischen der Raiffeisen-Genossenschaft und der Schule.

Bauamtsleiter Hein Sievers stellte jetzt im Ortsrat eine erste Grobplanung für die Heiligenfelder Kämpe vor. Nach seinen Worten steht die Unterzeichnung der Kaufverträge zwischen dem Maßnahmenträger Kreissparkasse und den bisherigen Grundstückseigentümern unmittelbar bevor. Danach sollen dann die Detailgespräche der Stadt mit der Sparkasse beginnen.

Der jetzige Planentwurf sieht insgesamt 28 Bauplätze zwischen etwa 600 und 800 Quadratmetern vor. Ein Bauplatz ist dabei als Spielplatz ausgewiesen.

Von Anliegern auf Baustellenverkehr hingewiesen, bestätigte Sievers, dass die jetzige Fahrbahn des Mühlenkamps für einen Begegnungsverkehr von Lkw zu schmal sei. Das Straßengrundstück weise aber eine Breite von 8,50 Metern auf, die in voller Breite als Baustraße hergerichtet werden. „Jetzige Einbauten und Bepflanzungen werden vom Erschließungsträger zurückgebaut und nach Abschluss der Baumaßnahmen im jetzigen Zustand wieder hergestellt.“

Aus dem Ortsrat nahm der Bauamtsleiter auch die Anregung mit, ein Zeitfenster für die Umsetzung in die vertraglichen Regelungen mit der Sparkasse aufzunehmen. Bürgermeisterin Suse Laue geht allerdings davon aus, dass nach aktuellen Erfahrungen mit einer zügigen Umsetzung gerechnet werden kann.

Bezüglich des Plangebiets Südlich der Königstraße bemängelte der Ortsrat, dass die Verwaltung das einstimmigen Votum des Ortsrats, dafür einen Bebauungsplan aufzustellen, bisher nicht in die politischen Entscheidungsgremien der Stadt eingebracht habe. Hein Sievers machte geltend, es sei bisher Konsens gewesen dieses Gebiet erst in Angriff zu nehmen, nachdem die Heiligenfelder Kämpe abgewickelt sei. Außerdem führe die Zuwegung in dieses Gebiet über das aktuelle Feuerwehrgelände, das bis zur Fertigstellung eines Neubaus noch benötigt werde. Ein weiteres Hindernis sieht Sievers im demnächst beginnenden Moderationsverfahren zur Frage der weiteren Entwicklung von Syke. „Möglicherweise kommt ja dabei raus, dass kein weiterer Zuwachs gewollt ist“, trug er vor.

Reinhard Hansemann wies darauf hin, dass über dieses Gebiet bereits seit 15 Jahren gesprochen wird. Er fordert bereits jetzt einen Aufstellungsbeschluss durch den Rat, da „der erste Stein dann frühestens drei Jahre später gesetzt wird“.

Nachdem auch andere Ortsratsmitglieder ähnlich argumentierten, versprach die Bürgermeisterin, „jetzt eine entsprechende Vorlage für den Stadtrat zu fertigen“.

Die Bürgermeisterin stellte dann noch die Grundrisspläne für die Erweiterung der Grundschule und erste Planungen für das neue Feuerwehrhaus vor, mit dessen Bau nach jetziger Planung Anfang 2024 begonnen werden soll.

Sind eigentlich Veranstaltungen wie Erntefest oder Weihnachtsmarkt wieder möglich? Das wollte der Ortsrat außerdem von der Verwaltung wissen. Laut Suse Laue sind derartige Feste mit vielen Menschen auf engem Raum in bisheriger Form nicht möglich. Sie rief dazu auf, kreative Ideen zu entwickeln.

Von Horst Meyer

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