Mobiles Impfteam in der Olympiahalle / Montags kostenlose Corona-Tests

Piks für 1 400 Syker über 70

Stadt, Landkreis und Ehrenamtliche: Sie alle tragen dazu bei, dass in der Olympiahalle gegen Corona geimpft und auf Corona getestet werden kann. Freya Söchtig vom Syker Ordnungsamt, Bürgermeisterin Suse Laue und Landrat Cord Bockhop (hinten, von links) schauten am Freitag selber beim Beginn der dezentralen Impfungen für die über 70-Jährigen zu.
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Stadt, Landkreis und Ehrenamtliche: Sie alle tragen dazu bei, dass in der Olympiahalle gegen Corona geimpft und auf Corona getestet werden kann. Freya Söchtig vom Syker Ordnungsamt, Bürgermeisterin Suse Laue und Landrat Cord Bockhop (hinten, von links) schauten am Freitag selber beim Beginn der dezentralen Impfungen für die über 70-Jährigen zu.

Syke – Startschuss zur zweiten Runde des dezentralen Impfens: Freitag und Samstag erhalten in der Olympiahalle gut 1400 Syker im Alter zwischen 70 und 80 ihre erste Corona-Schutzimpfung. Weitere 333 sind für den nächsten Termin am 29. April eingeplant. Und an diesem Tag sollen auch die letzten der Altersgruppe über 80 ihre zweite Impfung erhalten. Nochmals gut 500 Personen.

Das sind Zahlen, hinter denen viel Arbeit steckt – sichtbare vor Ort an der Olympiahalle, aber auch unsichtbare hinter den Kulissen. Etwa bei der Stadtverwaltung, die im Vorfeld mehrere Tausend Bürger angeschrieben hat, die Rückmeldungen bearbeiten musste (und zum Beispiel alle aussortieren, die schon anderweitig geimpft worden sind) und die Termine mit dem mobilen Impfteam vom DRK abstimmen musste. Zeitweilig waren und sind allein damit bis zu zehn Rathausmitarbeiter beschäftigt. „Wir machen das sehr gerne“, betont Bürgermeisterin Suse Laue. „Wir hatten schon bei der Gruppe Ü-80 gemerkt, welch hohe Akzeptanz dieses dezentrale Impfangebot hat, und wir sehen das jetzt bei den über 70-Jährigen wieder.“

Es ist ein großes Gemeinschaftswerk: Landkreis, Stadt und Ehrenamtliche arbeiten dabei Hand in Hand. Landrat Cord Bockhop findet das super. „Dezentral impfen haben wir immer gewollt, durften es aber nicht.“ In den mobilen Impfteams, wie sie jetzt unter anderem in der Olympiahalle arbeiten, sieht Bockhop eine sinnvolle Zwischenlösung auf dem Weg zur Impfung vorrangig durch die Hausärzte. „Aber das funktioniert nur, weil wir vor Ort entsprechende Kräfte haben – von den örtlichen Gemeinschaften. Dafür kann man nur Danke sagen.“

Die Bürgerstiftung sorgte dafür, dass alle Mitarbeiter des mobilen Impfteams in der Mittagspause was zu beißen hatten. Burkhard Bertram, Ralf Michel und Marita Thiel-Wolf bringen hier gerade selbst gemachte gefüllte Teigtaschen vorbei.

Damit meint Cord Bockhop vor allem die freiwilligen Helfer, die den Senioren beispielsweise schon auf dem Parkplatz beim Aus- und Einsteigen helfen oder sie am Eingang in Empfang nehmen und auf dem Weg von der Anmeldung bis zum Piks durch den Impfarzt begleiten. Oder die Bürgerstiftung: Die versorgt die Mitarbeiter des Impfteams an diesen beiden Tagen mit Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen.

Syke ist nicht die einzige Kommune, in der die mobilen Impfteams tätig sind. „Stand jetzt haben wir im Landkreis etwa 45 000 Impfungen“, sagt Bockhop. „Davon ein Drittel dezentral. Das gibt’s in Niedersachsen auch nicht allzu oft. Ende April werden wir 20 Prozent der Bevölkerung geimpft haben. Das ist über Plan“, unterstreicht der Landrat. „Und Ende Mai werden ein Drittel der Einwohner ihre Erstimpfung erhalten haben. Vielleicht sogar 40 Prozent – dann springe ich im Dreieck vor Freude.“ Denn dann könne man die Prioritätenliste auch langsam beiseitelassen und „wie bei der Grippeschutzimpfung“ vorgehen. Die Versorgung mit Impfstoff gebe das her. Die sei inzwischen stabil, sagt Bockhop.

Übrigens: Die Olympiahalle ist im Moment nicht ausschließlich fürs Impfen vorgesehen. Immer montags von 8 bis 18 Uhr können sich alle Syker dort kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen. Ohne Anmeldung – einfach hingehen.

Von Michael Walter

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