Nur echt mit Knopf im Ohr 

Philharmonic Rock: Klassische Philharmonie und Band spielen im Oktober im KSK-Saal

KSK-Vorstandschef Günter Günnemann, Ulrich Semrau (Leiter der Klassischen Philharmonie Nordwest) und Heinz-Hermann Kuhlmann (Vorsitzender des Vereins Marktplatz Weyhe) freuen sich auf das Konzert „Philharmonic Rock“ am 19. Oktober im Konzertsaal der KSK. - Foto: Frank Jaursch

Syke - Von Frank Jaursch. Sie heißen „Smoke On The Water“, „Sweet Home Alabama“ oder „Stairway To Heaven“ – und sie werden nur zu gern als „Klassiker“ bezeichnet: 15 Titel der Rockmusik erklingen im Herbst im Konzertsaal der Kreissparkasse tatsächlich ein Stück weit in klassischem Gewand. Die Klassische Philharmonie Nordwest plant gemeinsam mit sechs jungen Musikern ein bemerkenswertes musikalisches Projekt – unter dem Titel Philharmonic Rock kommt es am 19.  Oktober auch nach Syke.

Heinz-Hermann Kuhlmann ist sich sicher: „Das wird der Hammer!“ Der Chef des Vereins Marktplatz Weyhe ist einer der geistigen Väter dieser Idee. Schon vor fünf Jahren wurde der Gedanke geboren. Als er im vergangenen Jahr Ulrich Semrau, den Leiter der Klassischen Philharmonie Nordwest, anrief, „rannte er bei mir offene Türen ein“, schmunzelt Semrau.

Schnell nahm die Idee, große Titel der Musikgeschichte in einer Melange aus Rock und Klassik umzusetzen, Formen an. Pianist Joachim Refardt fertigte zu jedem ausgewählten Werk eigene Arrangements an. Band und Orchester proben ihre Parts in den kommenden Monaten meist getrennt, es gibt aber auch eine gemeinsame Probe im Juni.

Die beteiligten Musiker haben damit mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Und die liegen gar nicht mal so sehr im musikalischen Bereich. „Von der Schwierigkeit her ist das nicht mit einer Mozart-Sinfonie vergleichbar“, erklärt Semrau.

Das Besondere sei der technische Aufwand, der gerade für die Philharmonisten etwas ganz Neues ist. „Jeder Orchestermusiker kriegt zwei Knöpfe ins Ohr“, so Semrau. Darin kann jeder selbst einstellen, ob er sich selbst oder das gesamte Ensemble zu hören bekommt.

Und für die Band? Wird es vor allem spannend sein, sich in das Gerüst des Gesamtkunstwerks einzufügen. Auch für sie gilt: Den Takt gibt der Mann mit dem Taktstock an – und nicht der mit den Drumsticks.

Die Früchte der Zusammenarbeit werden erstmals am 10. September bei „Weyhe Total“ zu sehen und zu hören sein: Dort hat das Projekt seine Premiere (wir berichteten). Der zweite Termin bringt die Gemeinschaft in den KSK-Saal. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Karten gibt es zum Preis von 28 Euro ab kommendem Montag in den Geschäftsstellen der Kreissparkasse.

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