Kita-Mütter führen „Mama Muh“-Theaterstück auf

Ein Pflaster gegen Bauchweh – und Spinat gegen die Beule

Die Krähe (Svenja Rücker, r.) würde gern bei Mama Muh (Barbara Hakkel) ins Maul schauen. Sie will rausfinden, wie wohl aus grünem Gras weiße Milch wird. - Foto: Husmann

Syke - Von Andree Wächter. Es ist schon gute Tradition, dass Eltern für die Kinder der DRK-Kita Sternenhimmel ein Weihnachtsstück aufführen. Ebenfalls in den Genuss kommen die Bewohner des Seniorenheims Am Friedeholz. Am Dienstag und Mittwoch spielen sieben Frauen das Stück „Mama Muh feiert Weihnachten“. Passend zum Fest, kam ein Bauer mit einer Schubkarre in den Mehrzweckraum des DRK-Seniorenheims. In der Schubkarre lag für jede Kindergarten-Gruppe ein Geschenk.

Bevor es diese Überraschung gab, sahen die Kinder ein Potpourri aus diversen Büchern der Mama-Muh-Reihe. Sie war die Hauptdarstellerin, und alle Jungen und Mädchen kannten sie aus den gleichnamigen Büchern von Jujja Wieslander und Sven Nordqvist.

Die Schauspieler waren ausnahmslos Mütter. „Die machen das schon jahrelang“, sagte Erzieherin Elke Tatje. Und weiter: „Eine Mutter hat schon keine Kinder mehr bei uns, trotzdem macht sie immer noch mit.“

Es wurde ganz leise, als Vogelgezwitscher aus den Lautsprechern klang. Die Kleinen wussten: Jetzt geht´s los. Im Mehrzweckraum des DRK-Seniorenheims saßen sie auf dem Fußboden und warteten auf Mama Muh (Barbara Hakkel).

Die beste Freundin von Mama Muh ist eine Krähe. Der Vogel, gespielt von Svenja Rücker, fragte: „Habt ihr Mama Muh gesehen?“ Aus den Kinderkehlen kam: „Daaaa“. In ihrem beige-braunen Kostüm mit Stoffhörnern schlenderte Mama Muh in ihren Stall. Zwischen Stroh , Eimern und Milchkannen machte sich es sich gemütlich. Sie liest gerne Pippi-Langstrumpf-Bücher. Die Krähe hatte dafür kein Verständnis. Wollte aber selber ein Buch schreiben – darüber, warum grünes Gras zu weißer Milch wird.

Während der Recherche stolperte Mama über einen Stein. Aua! Der Bauer klebte ein großes Pflaster auf den Bauch. Doch am Kopf war Mama Muh verletzt: eine Beule schwoll. Die Krähe wollte helfen und empfahl etwas Warmes. Sofort riefen die Kinder: „Nein, nimm ein Kühlpack.“ Die Krähe flog los – und kam mit einer Tiefkühlpackung Spinat zurück. Diese bekam Mama Muh auf die Stirn gebunden.

Nach Mama Muhs erholsamem Schlaf entfernte der Bauer Pflaster und Spinat. Wieder gesund, machte sich Mama Muh daran, ihren Stall zu putzen. Schließlich sei morgen Heiligabend, so die Hauptdarstellerin. Mit einem regenbogenfarbenden Staubwedel fegte sie alles ab. Die Krähe fand, dass noch überall Stroh herumliege und dass es nicht sauber sei. Als schlauer Vogel behauptete sie, innerhalb von fünf Sekunden alles sauber zu bekommen. Ihr Trick: Sie knipste das Licht aus. Mama Muh rief: „Du schummelst!“ Die Jungen und Mädchen hatten ihren Spaß an der Lösung.

Legostein, Blechdose und Lupe

Da ihr Nest auch noch nicht für Heiligabend geputzt war, flog die Krähe in ihr Nest. Beim Aufräumen fand sie einen Legostein, eine alte Blechdose und eine Lupe. Diese Dinge verpackte die Krähe als Weihnachtsgeschenke für sich selbst. Da sie es aber nicht abwarten konnte, packte sie die Geschenke noch vorm Heiligen Abend aus.

Enttäuscht, dass keiner ein Geschenk für sie habe, klagte sie ihr Leid bei Mama Muh und den beiden anderen Kühen Blenda (Barbara Wesemann) und Rosa (Marina Bluhm).

Die Freunde schmückten heimlich die Tanne neben dem Krähennest. Im Gegenzug bedankte sich der Vogel mit kleinen Geschenken. Für Mama Muh hatte sie eine große Kuhglocke organisiert. Als diese um den Hals hing, klang aus dem Lautsprecher „Kling, Glöckchen, klingelingeling“. Erzieher, Kinder und alle Schauspieler stimmten mit ein. Am Ende des Liedes kam der Bauer (Stefanie Brinkhus) mit der Schubkarre voller Geschenke.

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