Personalfrage die große Herausforderung

Die Wirtschaft braucht Menschen

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IHK-Geschäftsstellenleiter Constantin von Kuczkowski (links) mit dem Vorstand des Wirtschaftsausschusses: Ludolf Roshop (Vorsitzender, rechts) und seinem Stellvertreter Hans-Günter Roess.

Syke - Von Andree Wächter. Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt und die Konjunkturaussichten waren die dominanten Themen auf der Wirtschaftsausschuss-Sitzung der IHK für den Landkreis Diepholz. Bevor die Firmenvertreter im Sitzungssaal im Syker Kreishaus sich austauschten, wählten sie einen neuen Vorstand. „Es bleibt alles beim alten“, sagte Constantin von Kuczkowski von der IHK-Geschäftsstelle Syke. Und weiter: „Ludolf Roshop bleibt Vorsitzender und Hans-Günter Roess sein Vertreter.“ Bis 2020 sind sie gewählt.

Christopher Lalottis von der Agentur für Arbeit kümmert sich um die Integration von Flüchtlingen. In einem Vortrag schilderte er die aktuelle Lage im Landkreis. Einigkeit herrschte unter den Anwesenden, dass die Sprache der Schlüssel zur Integration in Beruf und Gesellschaft sei. „In der Industrie ist es unerlässlich, dass alle mit einer Sprache – in diesem Fall der Deutschen – sprechen“, so von Kuczkowski. Und Roshop ergänzte: „Die Wirtschaft ist sich ihrer Verantwortung bewusst. Aber es wird ein langer Weg, bis wir die jungen Menschen einsetzen können.“ Um die Verantwortung zu dokumentieren, sollen mehr Praktikumsplätze geschaffen werden. „Wir brauchen dafür die Unterstützung der Agentur für Arbeit“, waren sich die Drei einig.

Im zweiten Teil der Sitzung stellte Constantin von Kuczkowski die Umfrageergebnisse vor. Laut seiner Aussage war das 2015 ein gutes bis sehr gutes Jahr für den Export. „Ausnahme bildete der Handel mit Russland, wegen der Saktionen“, sagte der IHK-Geschäftsstellenleiter. „Profitiert haben wir vom starken Dollar“, ergänzte Hans-Günter Roess. „Dadurch sind die Güter rund 30 Prozent billiger geworden.“ Laut der IHK werden die Firmen kaum Investitionen tätigen. Hauptsächlich sind es Ersatzinvestitionen. Weiterhin gesucht werden Fachkräfte und Auszubildende. Bei den Lehrlingen sind die IHK-Mitglieder skeptisch, alle freie Stellen besetzten zu können.

Im Handel sieht es ähnlich aus. Im Lebensmittelsektor ist mit moderaten Preiserhöhungen zu rechnen. Beklagt wurde auch der hohe Personalwechsel.

Der Dienstleistungsbereich vergab für 2015 die Note „sehr gut“. Die Betriebe streben an, Personal einzustellen, genauso wie Auszubildende. Beides wird eine Herausforderung. Angestrebtes Ziel: das Niveau von 2015 zu halten.

„Vergangenes Jahr hat uns die Dokumentationspflicht für den Mindestlohn zu schaffen gemacht“, sagte Hotelier Ludolf Roshop aus Barnstorf. Diese Aufgabe band Personal in der Buchhaltung. Den Sektor Tourismus benotete er mit „befriedigend“.

Laut Constantin von Kuczkowski war es die erste Sitzung seit Jahren, auf der das Thema „Energie“ nur ein untergeordnete Rolle spielte.

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